Die Wilddiebe – Der letzte Jagdtag auf Schalenwild

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Gerold war am 28.1 das erste mal Standschütze auf einer Jagd im eigenen Revier. Ihm kam eine Bache mit 4 Frischlingen 3 davon blieben bei ihm am Stand.©Wilddiebe

Ein Jagdtag für die Schwarzwildeindämmung

Nach einigen Telefonaten mit den an unseren Betrieb angrenzenden Landwirtschaften, war es klar, dass wir noch eine weitere Jagd machen sollten.

Die bis hier hin ca. 80 erlegten Schwarzkittel auf 500ha sind einfach nicht ausreichend in diesem Jahr.

Überall im Revier ist gebrochen und die ersten Wiesenschäden sind auch zu beobachten. Also trommelten wir einige gute Freunde zusammen und veranstalteten eine kleine Drückjagd.

Dafür ließen wir nur drei Treiber die wichtigsten Schwarzwildeinstände ablaufen und stellten die Schützen auf Fernwechseln ab, um möglichst jedem Schützen die Möglichkeit zu geben, sehr sauber mit ausreichend Zeit anzusprechen.

Es war davon auszugehen, dass einige Bachen bald frischen werden, deswegen war auch unsere Freigabe stark eingeschränkt. Wir gaben nur Frischlinge bis 45kg frei, außerdem, wenn 100% angesprochen werden kann, Keiler. Weiterhin fährteten wir ja vor einiger Zeit einen wahrscheinlich laufkranken Rothirsch. Auch diesem sollte es heute gelten.

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In diesen Verjüngungsflächen fühlt sich das Schwarzwild wohl. Beim treiben dieser Flächen machten wir reichlich Sauen hoch.

Zwei Treiben am letzten Jagdtag

Geplant waren zwei Treiben für diesen wunderschönen sonnigen Januarsamstag. Die Bedingungen hätten nicht besser sein können, denn wir hatten knackige Minusgrade und etwas Schnee.
Jetzt fehlten nur noch die Sauen. Und die kamen!

Ums kurz zu machen: mit 20 Büchsen erlegten wir an diesem herrlichen Jagdtag 16 Frischlinge und zwei mittelalte Keiler. Außerdem einen Pendelstangenrothirsch und einen schwer laufkranken Damhirsch und einige Rehe. Paul konnte sich an der Strecke übrigens nicht beteiligen – ein Fehlschuss auf einen Fuchs blieb sein einziger Schuss des Tages.

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Ein weiter glücklicher Schütze auf unserer kleinen Jagd. Im ersten Trieb erlegte er eine Fuchsdoublette und einen jungen Keiler.

Gerold hatte etwas mehr Glück: Er verbrachte die ersten Minuten des Treibens auf einem Drückjagdbock, ehe das Signal kam, dass ab jetzt beunruhigt wird. Genau in dieser Zeit wechselte ihn eine Bache mit vier strammen Frischlingen an. Der perfekte Anlauf also, um die Drückjagdsaison zu beenden.

Die Bache verließ mit nur noch mit einem Frischling Gerolds Schussfeld. Die anderen drei Frischlinge lagen alle in Sichtweite.

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Dieser 2-3 jährige Keiler wurde von einem Jungjäger erlegt. Sein erster Keiler und gleich etwas für die Wand. Wir haben uns sehr für den Schützen gefreut!