Wolf kommt auf Kleinkind zu: Familienhund stirbt bei der Rettung

Die Grillparty einer Familie endete mit einem gewaltigen Schock: Ein Wolf soll eine Familienhündin getötet haben, nachdem diese das Raubtier von einem spielenden Kleinkind abgewehrt hat. Der Vorfall löst erneut Diskussionen um den Umgang mit den Tieren aus.

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Ein Wolf in Italien tötete eine Hündin. Zuvor versuchte das Tier, an ein Kleinkind heranzukommen. © Pixabay/ambquinn

Im toskanischen Bergdorf Orbicciano soll ein Wolf am Abend des 18. Juli 2026 auf einer Grillparty zum Angriff angesetzt haben. Berichten zufolge spielte ein zweijähriger Junge im Garten eines Wohnhauses, während sein Vater im Hof einen Grill für eine Party vorbereitete. Die Mutter hielt sich im Haus auf. Gegen 20.30 Uhr soll sich dann der Wolf auf das Grundstück geschlichen und dem Kind genähert haben.

Wolf nähert sich Kleinkind: Hündin greift ein und bezahlt mit ihrem Leben

Die siebenjährige Mischlingshündin der Familie bemerkte den Wolf und stellte sich zwischen den Raubtier und das Kind. Der Wolf soll aggressiv reagiert haben, packte den Hund am Hals und schleppte ihn in ein angrenzendes Waldstück. Die Eltern des Kindes sowie einige Nachbarn, die den Vorfall bemerkten, versuchten vergeblich, das Raubtier zu vertreiben. Die Mutter verletzte sich bei dem Vorfall leicht, sie wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Das Kind blieb glücklicherweise unverletzt. Traurige Gewissheit gab es für die Familie am nächsten Tag, als die Überreste der heroischen Familienhündin gefunden wurden.

Eine Region in Schock: Debatte über das Wolfsmanagement neu entfacht

Der Vorfall löst in Italien erneut eine Debatte über das Wolfsmanagement aus. Die italienische Umweltorganisation Associazione Nazionale per la Tutella dell’Ambiente e della Vita Rurali, die sich auch mit dem Schutz des ländlichen Lebens beschäftigt, erklärt, es habe in der Region zuletzt öfter Wolfssichtungen gegeben. Zusätzlich lebe die Familie erst seit April in ihrem Haus. Es sei daher noch nicht eingezäunt gewesen.

Die Organisation äußerte zusätzlich Zweifel daran, dass lediglich ein einzelner Wolf an der Tötung der Hündin beteiligt gewesen sein. Stattdessen sollen gleich mehrere Raubtiere die Vierbeinerin angegriffen haben. Sie fordert laut dem Nachrichtenportal VersiliaToday konsequentes Wolfsmanagement, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. Dies sei auch in anderen Ländern Europas möglich, wenn Wölfe dort auffälliges Verhalten an den Tag legen oder vermehrt in einzelnen Regionen für Unruhe sorgen.