Schafhalter in Sachsen halten weiterhin den Atem an. Im ersten Halbjahr haben Wölfe fast 200 Schafe getötet. Genauer sind 168 Tiere durch Wolfsrisse gestorben. 18 Schafe wurden verletzt, zehn der Tiere gelten als vermisst. Die Fachstelle Wolf teilte diese Zahlen zum Halbjahr. Sie liegen etwa auf dem Niveau des Vorjahres: Im gesamten Jahr 2025 hat der Wolf in Sachsen 431 Tiere getötet.
200 Schafe in diesem Jahr gerissen: Tierhalter in Sachsen frustriert
Die Zahlen schüren weiterhin Unmut: Wie der Sächsische Schaf- und Ziegenzuchtverband berichtet, herrscht viel Frust unter den Schafhaltern. Laut Verband ist die Situation rund um die Causa Wolf dann besonders tragisch, wenn die Herde kurz vor der Ablammung steht. Wenn die Muttertiere tragen und es dann zu Rissen kommt, sind sowohl die erwachsenen Schafe als auch die ungeborenen Lämmer betroffen. Besonders für kleinere Betriebe hat dies auch wirtschaftliche Konsequenzen.
Wolf in Deutschland: Bejagung vereinfacht
Seit Frühjahr dieses Jahres können Wölfe unter bestimmten Bedingungen bejagt werden. Dieser Entscheidung gingen monatelange Diskussionen auf EU-Ebene voraus, die schlussendlich in der Herabsenkung des Schutzstatus der Wölfe von „streng geschützt“ auf „geschützt“ endeten. Dadurch lag dann auch der Weg für Änderungen im deutschen Recht frei. Auch Sachsen hat reagiert: Die Vorgaben zum “wolfssicheren” Herdenschutz wurden angepasst. Auf dieser Grundlage, wenn dieser Schutz nicht ausreicht, kann dann eine Abschussgenehmigung ausgesprochen werden. Viele Stimmen kritisieren weiterhin den zu komplizierten Weg zum Abschuss. Herdenschutzmaßnahmen seien teuer und nicht immer realistisch umsetzbar.









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