Die Wilddiebe – Eine ganz besondere Damwildbrunft

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©Wilddiebe

Sie wiederholt sich jedes Jahr und steckt doch voller Überraschungen – Die Damwildbrunft im Forstgut Reilmann

Drückjagd, Damwildbrunft, Mondansitz

Vorweg noch ein kleiner Video-Rückblick auf die Damwildbrunft 2015 😉

Der weißbunte Überläuferkeiler

Auf dem Programm stand die erste Drückjagd, der Beginn der Brunft des Damwildes und der Oktobermond, welchen auch wir nicht ungenutzt ließen.

Paul konnte bei einem Mondansitz einem 75kg schweren, weißbunten Überläuferkeiler erlegen, welcher auf einem Weizenschlag zu Schaden ging.

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Pauls Weißbunter wog 76 kg

 

 

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Die Rippen des Weißbunten wurden als erstes verwertet. 😉

Vorbereitungen für die Damwildbrunft

Beinahe täglich waren wir im Revier, um die letzten Vorbereitungen für die Damwildbrunft zu treffen. Unser jagdlicher Höhepunkt ist, jedes Jahr aufs Neue, die Brunft unserer Hauptwildart. Aufgrund des noch relativ warmen Wetters begann jene dieses Jahr etwas später, als in den letzten Jahren.

Ein ganz besonderer Gast

So kam es, dass letzten Donnerstag ein Freund unseres Vaters anreiste, welcher unseren reifen Schaufler erlegen sollte.
Wolfgang Burhenne ist ein mehr als engagierter Kämpfer für das deutsche Jagdrecht und hat die wohl interessanteste Lebensgeschichte, die wir auf einem Ansitz erzählt bekommen haben.

Vor acht Jahren erlegte er schon einmal einen reifen Schaufler bei uns, weshalb er mit den Revierbedingungen und unseren Hirschen vertraut war. Also ging es Freitagmorgen zum Brunftplatz, an dem wir einen reifen Schaufler bestätigen konnten.

Der „Nervige“

Der ,,Nervige“ ist ein seit 4 Jahren bekannter Schaufler, der in unseren Augen seinen Lebenszenit überschritten hatte und bereits anfing, zurückzusetzen.

Perfekt also für unseren Gast, der gerne einen wirklich Reifen erlegen wollte. Der Ansitz verlief, wie wir es erwarteten: im ersten Licht begann ein Hirsch, direkt vor dem Schirm, zu melden und konnte kurz später als „der Nervige“ angesprochen werden.
Also richteten wir Herrn Burhenne alles ein, um einen sauberen Schuss anzutragen, was er auch kurze Zeit später tat.

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Der stolze Erleger Wolfgang Burhenne

Es war kaum zu fassen, wie den rüstigen 92 jährigen das Jagdfieber packte, als der Hirsch lag!

Es war perfekt! Ein sehr alter, kapitaler Schaufler lag verendet im Birkenbruch, nach einem Brunftgeschehen, von dem man kaum schöner träumen könnte.

 

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Der erlegte Hirsch war uns schon über drei Jahre bekannt und hatte den Namen „der Nervige“

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Nachdem wir einige Fotos gemacht und den Hirsch geborgen hatten, ging es nach Hause, wo unser Vater eine köstliche Frischlingskeule vorbereitet hatte.
Was für ein Vormittag!

Ein Knieper zum bestandenen Abitur

Gegen 15 Uhr traf unser Freund Jirka bei uns ein, welchem wir einen Damknieper freigegeben hatten, da er uns oft bei Revierarbeiten tatkräftig zur Hilfe war. Er brachte ähnlich viel Glück mit! Nach einer sehr spannenden Pirsch, bei der einige Hirsche in Anblick kamen, erlegte Jirka seinen ersten Hirsch.
Es war für uns kaum zu glauben! Beide Hirsche, welche wir diese Brunft erlegen lassen wollten, hingen jetzt im Kühlhaus.

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Ein Freund von Gerold konnte diesen Knieper bei uns erlegen.

Beim abendlichen Bier erzählte uns Wolfgang Burhenne einen Teil seiner Lebensgeschichte, die uns das Mark in den Knochen gefrieren ließ.
Ob ein Bombensplitter am Schädel, den er sich an der Ostfront zuzog, sein Aufenthalt im Lazarett Dachau oder die Mitbegründung des Washingtoner Artenschutzabkommen – dieser Mann hat Geschichten zu erzählen.
Für uns war es eine ganz besondere Ehre, diesen Herren auf sein zweites Stück Damwild zu führen und zu sehen, wie die Jagdpassion in einem wahren Jäger auch im hohen Alter nicht verstummt. Wer mag, kann sich einmal die Wikipediaseite zu ,,Wolfgang Burhenne“ durchzulesen! Wir finden, diesem Mann haben alle Jäger im Deutschland viel zu verdanken!

Waidmannnsheil, Gerold und Paul