Drückjagdglas – Meopta Optika6 im Test

Drückjagdglas – Das Meopta Optika6 in 1-6X24 RD SFP ist ein echter Preisbrecher. Was das Glas kann und wie es sich in der Praxis auf Drückjagd und Ansitz schlägt, haben wir für Sie getestet.

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Ob auf der Schneise oder im Feld, das Meopta Optika6 ist ein guter Begleiter! Foto: Kim Trautmann

Drückjagdglas – Das Meopta Optika6 in 1-6X24 RD SFP

Eine Zieloptik muss nicht immer Unsummen kosten! Dennoch, die Auswahl ist groß und nicht alles was glänzt, taugt auch fürs Revier. Mit einer UVP von rund 500 Euro ist das Drückjagdglas von Meopta eine Option, die viel Glas für wenig Geld verspricht. Wir haben das Glas quer durchs Jagdjahr verschiedensten Strapazen im ganzen Bundesgebiet unterzogen.

Griffige Verstellelemente und ein großes Sehfeld zeichnen das Meopta Optika6 aus.       Foto: Kim Trautmann

Was kann das Drückjagdglas?

Der Vergrößerungsbereich eignet sich hervorragend für die Anforderungen beim schnellen, intuitiven Schießen auf der Drückjagd. Im Bereich 1-3facher Vergrößerung ist man bestens gewappnet, um auch auf schmalen Schneisen schnell ins Ziel zu kommen und die Sau zu überholen. Gerade bei dreifacher Vergrößerung hat man den Vorzug, auch auf weitere Entfernungen rasch ansprechen zu können. Geht es dann auf den Ansitz wird einfach auf sechsfach hochgedreht. Das Sehfeld und der Überblick in hektischen Situationen – ideal. Wichtig, wenn es schnell gehen muss, ist beim Drückjagdglas die Bedienbarkeit. Die Bedienelemente sind groß, robust und griffig gearbeitet. Die Verstellung läuft ein wenig stramm, was aber den Vorteil hat, dass sich das Glas nicht ungewollt verstellt. Für das Einschießen verfügen die Modelle mit Absehen in der zweiten Bildebene  über abgedeckte Regler in Schritten von 0,5 MOA für die Höhen- und Seitenverstellung. Auch hier schützen griffige Aluminiumabdeckungen die Verstelltürme. Das Absehen springt gut an, das Einschießen geht zügig und problemlos.

Robuste Bauweise und gute Optik für schnelle Schüsse.       Foto: Kim Trautmann

Auf den Punkt kommen

Kein Muss, aber in der heutigen Zeit kaum noch wegzudenken, ist der Leuchtpunkt. Das Drückjagdglas mit dem K Dot 2 Absehen verfügt über einen kräftigen und hellen Leuchtpunkt. Der Leuchtpunkt selbst ist recht groß, angegeben wird er mit einer Größe von 3 MOA. Für manch einen zu groß, doch für die Drückjagd und auch auf bis zu 200m lassen sich damit sehr gute Ergebnisse erzielen. Man kann präzise schießen. Etwas störend ist die Größe lediglich im absoluten Restlichtbereich, doch auch da schlägt sich das Meopta Glas  gut. Für alle Einsatzzwecke  bietet die Schnellverstellung des Rotpunkts über ein großes, ebenfalls sehr griffiges und angenehmes Bedienelement  eine sehr gute Haptik. Der Leuchtpunkt lässt sich in der Helligkeit gut dimmen. Im Einsatz ist das Glas bei uns mit dem K Dot 2 Absehen, es ist jedoch auch mit einem 4C absehen erhältlich.

Zahlen, Daten, Fakten

Wie steht es um die Helligkeit? Meopta gibt eine Transmission von 91% bei Tageslicht und eine Transmission  von 88% bei Dämmerung an. Wie schaut das dann im Revier aus, wenn es drauf ankommt? Tagsüber lässt sich hervorragend mit dem kleinen Drückjagdglas arbeiten. Wenngleich es kein Nachtglas ist, eignet es sich als absoluter Allrounder auch gut für den Abendansitz.  Der Mittelrohrdurchmesser von 30mm bietet alle nur erdenklichen Möglichkeiten der Montage.

Für wen ist das Drückjagdglas?

Einziger Kritikpunkt ist eine geringere Randschärfe, vergleicht man es mit einigen hochpreisigen Modellen. Allerdings fällt diese nicht sonderlich ins Gewicht. Man bekommt ein hochwertiges, robustes und bedienfreundliches Glas, das sich für Drückjagd und Ansitz eignet und das zu einem sehr guten Preis. Wer also auf der Suche nach einem zuverlässigen Begleiter für die Drückjagd ist oder ein robustes Pirschglas sucht und dafür nicht gleich dreitausend Euro ausgeben möchte, ist mit dem Meopta Optika6 gut ausgerüstet.  Insbesondere ist das Glas jedoch auch etwas für all diejenigen, die einen großen Rotpunkt für intuitives Schießen wollen, ohne auf die Vorzüge einer geringen Vergrößerung verzichten zu müssen. Hier ist der kleine Allrounder Rotpunktvisieren ohne Vergrößerung natürlich deutlich überlegen.
Wir meinen: Es lohnt, sich das Optika6 anzusehen!

Technische Daten
Technische DatenVergrößerung: 1–6x
Objektivdurchmesser: 24 mm
Durchmesser der Austrittspupille: 10 – 4 mm
Sehfeld (m/100 m): 36,5-6,3
Absehenebene: 2
Dioptrienverstellbereich: -2,5 / 3,5 D
Transmission bei Tageslicht: 91%
Transmission bei Dämmerung: 88%

Weitere Informationen finden Sie hier:

Meopta

Frankonia