In Tirol (Österreich) im Bezirk Schwaz ist am vergangenen Sonntag (21. Juni 2026) ein Wolf geschossen worden. Im Gemeindegebiet Schlitters war das Raubtier in den Wochen zuvor in der Nähe von Wohnhäusern unterwegs. Aufgrund dessen wurde am 2. Juni 2026 eine Verordnung zur Entnahme des Tiers erlassen.
Wolf in Tirol getötet: Raubtier trug Senderhalsband
Durch den Abschuss in Schwaz gilt die Verordnung als wieder aufgehoben. Und obwohl Wolfsabschüsse in Österreich inzwischen keine schockierenden Neuigkeiten sind, so kam es am Samstag zu einem weiteren genehmigten Abschuss in Osttirol, wirft der Vorfall zunächst Fragen auf. Denn das Tier trug ein Senderhalsband.
Das Land Tirol äußerte sich zu dem Hals-Accessoire des Tieres. Demnach hat ein italienisches Forschungsprojekt den Wolf mit dem Halsband ausgestattet.Der Sender ermöglichte keine Echtzeitverfolgung, wie dies zum Beispiel beim Wolf aus Hamburg der Fall war, sondern übermittelte zeitversetzt Daten zu Standort und Wanderverhalten des Tieres. Die Forschungseinrichtung nutzte das Halsband also für wissenschaftliches Wolfsmonitoring. Laut dem Land habe man das Institut unverzüglich über den Abschuss des Raubtiers informiert.
Wölfe in Österreich: Aktives Wolfsmanagement seit 2025
In Österreich gibt es ein aktives Wolfsmanagement, seitdem der Schutzstatus von Wölfen auf EU-Ebene herabgesenkt wurde. In diesem Jahr gab es alleine in Tirol bereits acht Entnahmen, im Vorjahr waren es insgesamt sechs.






