Wolf in Hessen: Abschusszahlen von bis zu 40 Prozent?

Die CDU in Hessen will in Sachen Wolf härter durchgreifen. Der Landwirtschaftsminister fordert hohe Abschusszahlen – bis zu 40 Prozent der Jungwölfe sollen zum Abschuss freigegeben werden.

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Könnte der Wolf in Hessen bald stärker bejagt werden? Stimmen aus der CDU sind dafür. © Pixabay/Marcel Langthim

Der hessische Landwirtschaftsminister Ingmar Jung (CDU) plant Änderungen im Wolfsmanagement. Ein Entwurf liegt der Presse bereits vor. Der neue Plan sieht unter anderem eine eindeutig stärkere Bejagung der Wölfe in Hessen vor. Wie will Hessen mit dem Wolf umgehen?

Wolf in Hessen: CDU plant Abschusszahlen von bis zu 40 Prozent?

Das Wachstum der Wolfspopulation in Hessen soll mit den neuen Regeln unter deutlich stärkerer Kontrolle stehen. Bis zu 40 Prozent der Jungwölfe sollen in Zukunft zum Abschuss freigegeben sein. Als Jungwolf gilt ein Wolf in seinem ersten Lebensjahr. Laut dem 19 Seiten langen Planentwurf geht außerdem hervor, dass sogenannte Problemwölfe in Zukunft einfacher zum Abschuss freigegeben und erlegt werden können. Auf Tiere, die vermehrt Schafe oder Ziegen reißen oder sich Menschen nähern, will man in Zukunft demnach schneller reagieren können.

Abschussquote von Jungwölfen: Auch Problemwölfe zählen mit

Die maximale Abschussquote soll dabei kein fester Wert sein. Die Zahl der Wölfe, die in einem bestimmten Gebiet durch andere Ursachen (wie dem Straßenverkehr, Krankheiten oder die Entnahme von Problemwölfen) sterben, soll entsprechend die Abschussquote verringern.

Wolf in Hessen: Schutzstatus herabgesenkt

In Deutschland galt der Wolf lange als ausgestorben. Mit der Rückkehr des Raubtiers ging deshalb ein sehr hoher Schutzstatus einher. Seitdem Wölfe auf EU-Ebene allerdings einen niedrigeren Schutz genießen, gibt es auch in Deutschland mehr Möglichkeiten, das Wolfsmanagement zu gestalten. Dazu gelten nach Anpassung des Bundesjagdgesetzes auch Entnahmen in einzelnen Fällen. Dass die Bundesregierung dem Tier einen „günstigen Erhaltungszustand“ zuschreibt, erweitert den Handlungsspielraum zusätzlich. Demnach gibt es auch bei einzelnen Entnahmen genug Wölfe in Deutschland, um die Population nicht zu gefährden.

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