Bär mitten in der Stadt: Fast 100 Schulen geschlossen

Mehrere Bärensichtungen führen dazu, dass eine gesamte Stadt lahmgelegt wird. Jäger und Polizisten sind im Einsatz. Fast 100 Schulen mussten wegen des Raubtiers geschlossen werden.

pixel-mixer-zoo-863516_1280

In Japan sorgte ein Bär dafür, dass fast 100 Schulen geschlossen werden mussten. © Pixabay/Pixel_Mixer

In der Stadt Utsunomiya in Japan treibt ein Bär am vergangenen Montag (8. Juni 2026) sein Unwesen. Mehrere Bärensichtungen führten dazu, dass 94 Schulen – alle Grund- und Mittelschulen der Stadt – geschlossen werden mussten. Polizei und Jäger waren im Einsatz und suchten laut einem Vertreter der Stadtverwaltung nach dem Raubtier. Bewohnerinnen und Bewohner rufte die Stadt dazu auf, wenn möglich nicht ins Freie zu gehen.

Bär in der Nähe von Schulen und Einkaufszentren: Polizei im Großeinsatz

Seit vergangenem Samstag gab es laut Angaben von Utsunomiya mehr als zehn Bärensichtungen an verschiedenen Orten der Stadt. Unter anderem soll das Tier in der Nähe von Schulen sowie bei einem Einkaufszentrum unterwegs gewesen sein. Am Montag kam es dann in den Morgenstunden zu einer Sichtung an einem Markt. Zunächst konnte nicht sicher festgestellt werden, ob sich ein Bär oder gleich mehrere Tiere im Stadtgebiet aufhalten. Erst nach vier Tagen konnten die Einsatzkräfte einen Bären endlich einfangen und damit die Lage entschärfen.

Bären in Japan: Wachsende Sorgen

Der Bär ist in Japan ein wachsendes Problem. Sichtungen nehmen ebenso zu wie Begegnungen und sogar Angriffe in Stadtgebieten. Offiziellen Angaben zufolge kam es in Japan im Jahr 2025 zu 13 Todesfällen durch Bärenangriffe. Über 50.000 Sichtungen gab es seit April letzten Jahres.