Es gibt Landesjägertage, und es gibt den Landesjägertag in Brandenburg. Die Kämpfe der vergangenen Jahre mit Umweltminister Axel Vogel (Bündnis 90/Die Grünen) und Dr. Carsten Leßner, Leiter der Obersten Jagdbehörde, haben den LJV Brandenburg „kriegstüchtig“ gemacht – wie man heute sagt.
LJV Brandenburg: Zuwachs bei Mitgliedern und Einnahmen
Durch mutige Kampagnen und Allianzen mit Landnutzer-Verbänden ist es LJV Präsident Dr. Dirk-Henner Wellershoff und seinen Mitstreitern gelungen, das giftgrüne Jagdgesetz zu verhindern. Mehr noch: Forstmann Dr. Leßner, einer seiner größten Widersacher, musste sogar seinen Stuhl räumen. Und Minister Vogel ist inzwischen auch Geschichte. Das Wichtigste ist jedoch, dass die Jägervertretung in Potsdam wieder Gehör gefunden hat, sie bei wichtigen Entscheidungen mit am Tisch sitzt und als kompetenter Partner wahrgenommen wird.
Wellershoffs Erfolg spiegelt sich auch in den Mitgliederzahlen des LJV wider. Während viele Verbände eher mit Mitgliederschwund oder stagnierenden Zahlen zu kämpfen haben, ist es dem LJV Brandenburg gelungen, in den vergangenen Jahren knapp 1.500 Neumitglieder zu gewinnen (Stand 6/2026: 10.912). Auch finanziell scheint es beim Landesjagdverband zu laufen, nicht nur, weil dieser mit einer Spende bzw. einem Erbe von 300.000 Euro bedacht worden war. Das ist gut so, denn wirksame Kampagnen „Pro Jagd“ sind teuer.
DJV-Austritt und Wilderei in angrenzenden LJVs?
Man kann den Schmerz Wellershoffs daher förmlich spüren, wenn der Mitgliedsbeitrag des LJV Brandenburg an den Dachverband (DJV) nach Berlin überwiesen werden muss – jährlich rund 175.000 Euro! Denn was der Unternehmer von der Arbeit des DJV und Präsident Helmut Dammann-Tamke hält, formulierte er selten so scharf wie auf dem Jägertag. Manche glauben, dass der Austritt aus dem DJV nur eine Frage der Zeit sei.
Wenig Sympathien hege Wellershoff auch für den LJV Berlin, der seine Mitglieder nur unzureichend informiere. Da die meisten Berliner sowieso in Brandenburg zur Jagd gingen, würde er zukünftig gern auch deren Interessenvertreter sein. Auch den schwachen, als finanziell angeschlagen geltenden LJV Sachsen hat der Brandenburger im Visier. Wenn dort alles den Bach runter ginge (Pleite), würde er die sächsischen Jäger mit offenen Armen empfangen.
Als Angriff auf die Nachbarn möchte Wellershoff das nicht verstanden wissen … nur als Anreiz für andere, besser zu arbeiten. Die Botschaft an den DJV könnte nicht klarer sein!






