Scharfe Zähne, zotteliges Fell, angsteinflößende Augen: Diese Beschreibung könnte tatsächlich auf einen Wolf zutreffen. Genau diesen hat das japanische Unternehmen Ohta Seiki als Vorbild für ihren Roboter gewählt. Dieser sogenannte „Monster-Wolf“ soll Bären abschrecken, welche sich in Japan immer weiter ausbreiten. Der Roboter soll die Bären nicht nur mit seinem Aussehen in die Flucht schlagen, sondern auch mit Jaulen und Heulen.
„Monster-Wolf“ aus Japan: Roboter soll Bären abschrecken
Das Unternehmen ist in Hokkaido ansässig und äußerte sich gegenüber der Presse zu dem neuen Verkaufsschlager. Seit Jahresbeginn sollen circa 50 der Roboter verkauft worden sein. Das entspricht sonst etwa den Verkaufszahlen eines gesamten Jahres. „Wir fertigen sie per Hand. Wir können sie jetzt nicht schnell genug herstellen“, erkärte der Unternehmenschef Yuji Ohta der Nachrichtenagentur AFP. Die Wartezeit für Kunden beträgt momentan daher zwei bis drei Monate.
Umgerechnet kostet der „Monster-Wolf“ etwa 3400 Euro. Dazu gehören der Roboter selbst sowie Sensoren und Lautsprecher, Batterien und Solarzellen. 50 verschiedene Töne sind abgespeichert, darunter auch menschliche Stimmen sowie elektronische Geräusche. Diese sollen Bären bis auf einen Kilometer Entfernung hören können.
Wie der Bär in Japan zur Gefahr wird
Am beliebtesten in der Bären-Schreck bei Landwirten sowie Besitzern von Golfplätzen. Aber auch Menschen, die in ländlichen Regionen leben und sich deshalb vor Raubtieren schützen möchten, schaffen sich den Roboter häufig an. Und das hat einen Grund: Im vergangenen Steuerjahr 2025/26 haben Bären in Japan 13 Menschen getötet. Das sind doppelt so viele wie in den vorherigen Jahren. Auch die Zahl der Bärensichtungen hat sich mit 50.000 mehr als verdoppelt.
Ohta stellte den Monster-Wolf schon 2016 vor. Anfangs hielten viele Menschen die Erfindung für ein unnötiges Gimmick, inzwischen erfreut es sich großer Beliebtheit. Das Unternehmen reagiert auf die Nachfrage und arbeitet an einer neuen Version. Der Roboter soll dann in der Lage sein, Bären hinterherzujagen oder auf eingespeicherten Routen zu patrouillieren. Wann der Wolf auf Rollen kommen soll, ist bisher noch nicht bekannt.






