Blattzeit – Die besten Tipps für eine erfolgreiche Bockjagd im Feld

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In der Blattzeit kommt es nicht nur auf die Ausrüstung an, eine erfolgreiche Bockjagd im Feld ist auch vom Standort abhängig.

Im Feld kann man ruhig von Kanzeln aus blatten. Die Übersicht ist einfach viel besser. Was Sie sonst noch beachten sollten, um erfolgreich zu waidwerken, verraten wir ihnen hier.

Bockjagd im Feld – Überblick verschaffen!

Anwechselndes Wild bekommt weniger mit, dass die scheinbare Ricke auf mehreren Meter Höhe vom Holzgerüst lockt. Zunächst heißt es, vorsichtig hinauf auf den Hochstand und einen konzentrierten Überblick verschaffen. Sind bereits Rehe im Anblick, so haben Sie nun genug Zeit, anzusprechen. Wenn’s dann später schnell gehen muss, weil ein Bock springt, so haben Sie oft nur wenige Sekunden Zeit. Rickentöne gleichmäßig in alle Richtungen rufen – und nicht zu laut. Damit erkennt man schon mal, ob in unmittelbarer Nähe etwas hoch wird. Wenn ja, dann müssen Sie sofort aufhören und in Ruhe ansprechen.

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Meister der Trauung, wenn auch kein Bock! ©Pixabay

Bockjagd im Feld – Durchhaltevermögen

Nach den ersten etwa 20 Fiepen und keiner Reaktion können Sie lauter werden, blatten Sie aber kontinuierlich weiter, auch oft einige Minuten lang. Warum? Schließlich widerspricht es ja der Meinung einiger Blattjagdkönner. Man beobachtet oft, dass bei lautem Blatten ein Rehbock von weit her über die Felder anwechselt. Er bekommt einen „Zug“, also er wechselt langsam, aber beständig in meine Richtung, aus Neugier, oft nicht wegen der Hochbrunft. Ansonsten würde er eh hochflüchtig auf Sie zukommen. Dieser Bock verlässt aber damit oft sein Territorium. Sobald Sie aufhören, dreht er um und kehrt zurück. Sie blatten wieder, und zumeist kommt er dann auch wieder, aber ein drittes Mal tut er ihnen den Gefallen wohl nicht.

Klassische Fehler bei der Bockjagd im Feld

Sie haben mehrere 100 Meter Sichtfeld und sehen, dass ein Bock auf Sie zukommt. Er ist noch 300 bis 400 Meter entfernt, also außer Schussdistanz, und aufgeregt hören Sie auf zu blatten, um ihn anzusprechen. Das aber ist schwierig auf diese Entfernung. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass er umdreht und weg ist.

Hätten Sie nun aber weitergeblattet, wäre er näher gekommen. Und je näher er kommt, desto leiser wird ihr Blatten, er sollte es immer gerade noch gut hören. Auch blatten Sie nicht immer in seine Richtung, somit wirken die Töne auch etwas anders.

Bockjagd im Feld – Rehböcke sind territorial  


Böcke, welche ihre Territorien verlassen, um den Lockrufen zu folgen, sind viel anfälliger und nervöser als die Platzböcke. Nach den ersten Rickenserien wird immer wieder der Sprengfiep eingestreut; „pieh, pieh, piehääää“ klingt das. Wenn Sie es aushalten, sicher zehn bis fünfzehn Minuten. Seien Sie hartnäckig, manchen Böcken muss man lästig werden, irgendwann kommen die meisten, um einmal nachzuschauen. Der Vorteil im Feld ist, dass Sie gut wieder weg kommen, da Sie ja weitestgehend wissen, ob Wild in der Nähe ist.

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Kampfeslustig an der Feldkante: Zwei Böcke in der Blattzeit ©Burkhard Winsmann-Steins

Alles zur Blattzeit

Welcher Locker taugt für die Blattzeit? Wir haben es herausgefunden, indem wir 12 Locker getestet haben.

Damit Sie bei der Rehbockjagd Ende Juli, Anfang August möglichst erfolgreich sind, verrät Ihnen Bockjagdexperte Klaus Weißkirchen hier noch 10 praktische Tipps!

Wissen Sie schon ob Sie besser zum Morgen- oder Abendansitz im Revier sein sollten? Was sind das die besten Zeiten, um auf einen Bock zu Schuss zu kommen?

Ihr JÄGER hat die Uhrzeiten von 420 Bockerlegungen ausgewertet. Hier das Ergebnis.

Waidmannsheil!