Polen – Wolf beißt Kinder!

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Ein Wolf hat laut mehreren polnischen Medien zwei Kinder in den den polnischen Bieszczady-Bergen gebissen und wurde erlegt.

Es handelt sich vermutlich um dasselbe Tier, das Mitte Juni eine Touristin auf einem Campingplatz angegriffen hatte.

Wolf beißt Kinder

Am Dienstagabend wurden in Strzebowiska und Przysłup im polnischen Karpatenvorland nahe der slowakischen Grenze vermutlich zwei Kinder von einem Wolf angegriffen, wie polnische Medien berichten. Die verletzte Kinder wurden ins Krankenhaus gebracht, ihr Leben sei aber nicht in Gefahr.

Bei den Verletzten handelt es sich um ein acht Jahre altes Mädchen und einen zehnjähriger Jungen, bestätigte in einem Interview mit der Redaktion des tvnmeteo.pl Marta Tabasz-Bolzen, eine Sprecherin der Landespolizeizentrale in Rzeszów.

Wolf wurde umgehend erlegt

Ein Jäger erlegte den in Frage kommenden Wolf offenbar wenig später.

Die Polizeisprecherin fügte hinzu, dass die Kinder Bisswunden hätten, die im Krankenhaus in Lesko behandelt werden mussten. Da es sich um keine lebensbedrohlichen Verletzungen gehandelt haben, konnten sie am heutigen Mittwoch das Krankenhaus wieder verlassen.

Glücklicherweise waren die Wunden offenbar nicht so tief, dass bleibende Schäden zu befürchten sind, sagte Jan Matusik, Krankenhausleiter in Lesko. Dr. Sabina Pierużek-Nowak, die auf große Raubtiere spezialisiert ist, bringt die Vorfälle in Strzebowiska und Przysłup mit einem weiteren Wolfsangriff, der Mitte Juni in Wetlin stattfand in Verbindung. Dort wurde auf einem Campingplatz eine Urlauberin von einem Wolf attackiert, der sich in ihrer Wade verbiss. Die Frau wurde sofort ins Krankenhaus gebracht.

Der Wolf hatte sich laut der Biologin nur schwer vertreiben lassen und hielt sich weiterhin in der Region auf. Schon damals traf man die Entscheidung, den Wolf zum Abschuss freizugeben, so Dr. Pierużek-Nowak. Es gelang jedoch nicht den Wolf tatsächlich zu erlegen.  Das Tier entkam und wurde nicht wieder gesehen. Bis jetzt.

Auffälliger Wolf

Laut Pierużek-Nowak deutet alles darauf hin, dass es sich nun um denselben Wolf handelt, der Mitte Juni schon einmal angriff. Dies zeigt sich unter anderem an der geringen Entfernung zwischen zwei Angriffsorten. Es sind nur ein paar Kilometer, das ist keine Entfernung für einen Wolf, sagte Dr. Pierużek-Nowak. Das Verhalten des Raubtiers sei ungewöhnlich, sagte die Biologin weiter.

„Ich habe noch nie so eine geringe Distanz zwischen einem Wolf und einem Menschen beobachtet. Sie versuchen eher, Menschen zu meiden“, bemerkt ein anderer Wolfsspezialist. Und er fügt hinzu: „Dieses Verhalten zeigt an, dass das Tier als Welpe Kontakt mit Menschen hatte. Eine andere Erklärung für das Verhalten des Wolfs ist, dass das Tier krank war. Daher soll der Kadaver des erlegten Wolfes untersucht werden. Meiner Meinung nach gab es keinen anderen Ausweg, als den Wolf zu erlegen“, so Dr. Pierużek-Nowak.

Nach Schätzungen der Staatsforste leben in Podkarpacie über 680 Wölfe. (http://www.tvn24.pl)