Bei Wildvögeln in Hamburg gab es nachgewiesenermaßen Fälle der Vogelgrippe. Und das hat Konsequenzen. Denn zum Schutz aller Wasservögel und damit auch der beliebten Schwäne müssen diese länger in ihren Winterlagern bleiben. Statt im März sollen die Tiere nun frühestens ab dem 21. April wieder auf die Alster dürfen. Das teilte das Bezirksamt Hamburg-Nord mit. Bis zu diesem Zeitpunkt bleiben die Vögel im Quartier in Ohlsdorf, um sie weiterhin vor der Tierseuche zu schützen.
Vogelgrippe bei Gänsen nachgewiesen: Schwäne in Hamburg bleiben in Winterquartier
Hintergrund für die Entscheidung sind mehrere Fälle der Vogelgrippe bei Gänsen im Hamburger Stadtgebiet. Laut Informationen des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) gab es bereits im April fünf bestätigte Fälle der Tierseuche in Hamburg. Zuvor gab es 50 Fälle im März sowie 47 Fälle im Februar. Insgesamt sollen die Fälle mit steigenden Temperaturen zurückgehen.
Schwäne bislang nicht von der Tierseuche betroffen
Die beliebten Alsterschwäne selbst waren bislang glücklicherweise noch nicht von der Vogelgrippe betroffen. Wie eine Bezirksamtssprecherin gegenüber der Presse erklärte, seien diese Tiere alle gesund geblieben. Bei Vögeln verläuft eine Infektion mit der Tierseuche meist tödlich, zusätzlich gilt sie als hochansteckend.
Vogelgrippe und Standortwechsel: Schwäne in Hamburg erleben ungewöhnlichen Winter
Für die Hamburger Schwäne war dieser Winter von Veränderungen geprägt. Normalerweise überwintern die Tiere, etwa 90 Stück, in Lagern um den Eppendorfer Mühlenteich. Dieses Jahr blieben die Tiere in der Wildtierstation des Hamburger Schwanenwesens, also rund fünf Kilometer entfernt von ihrem gewöhnlichen Quartier. In Eppendorf haben Bauarbeiten das Lager unbenutzbar gemacht. Hinzu kommt, dass die Tiere in diesem Jahr erst später auf die Alster zurückkehren dürfen – zu ihrem eigenen Wohl.






