In der Nähe von Blåvand im Süden Dänemarks soll ein Jäger einen Wolf illegal entnommen haben. Die Polizei ermittelt. Was ist bisher zu dem Vorfall bekannt?
Am vergangenen Samstagnachmittag (7. März 2026) ist ein Wolf in einem Waldstück bei Oksbøl in der Nähe von Blåvand in Süddänemark verendet. Das Tier soll ein Stück Wild mit sich geschleppt haben, woraufhin ein Schuss auf das Raubtier gefallen sein soll. Die Polizei von Sydog Sønderjylland ermittelt nun wegen eines Verstoßes gegen das dänische Jagdgesetz. Denn die Ermittler gehen nach jetzigem Stand nicht davon aus, dass bei dem Abschuss eine Gefährdung von Menschenleben oder Notwehr vorlag. Das sind die derzeit einzig gültigen Gründe dafür, einen Wolf in Dänemark zu entnehmen.
Wolf in Dänemark erschossen: Jäger waren auf Nachsuche
Der Vorfall ereignete sich gegen 15 Uhr am Samstag. Der verdächtigte 73-jährige Jäger war zusammen mit Kollegen nach einem Wildunfall mit der Nachsuche auf das verunglückte Wild beschäftigt. Sie fanden das verletzte Tier erst dann, als ein Wolf es hinter sich herzog. Der Jäger gab laut Berichterstattung einen Schuss ab und traf den Wolf tödlich.
Polizei ermittelt wegen möglicher Wilderei
Die Naturschutzbehörde meldete den Vorfall bei der Polizei. Diese nahm daraufhin die Ermittlungen auf. Der Vorwurf: Es habe keine offensichtliche Notwehrsituationen bestanden, keine Mensch sei in Gefahr gewesen. Die Ermittler versuchen nun, den Vorfall zu rekonstruieren.
In Dänemark kann der illegale Abschuss streng geschützter Tiere, dazu zählt auch der Wolf, empfindliche Geld- oder sogar Freiheitsstrafen zur Folge haben. In einem Fall aus dem Jahre 2018, bei dem ein Wilderer eines der Raubtiere erlegte, kam es zu einer 40-tägigen Haftstrafe. Es handelte sich um den ersten Wolf seit dem Mittelalter, der in Dänemark von einem Menschen erlegt wurde.





