Robben tot vor Rügen gefunden: Ministerium äußert sich

Vor Rügen (Mecklenburg-Vorpommern) kam es zu über 20 Totfunden von Robben. Das Ministerium äußert sich, und beobachtet die Funde mit großer Aufmerksamkeit

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In Mecklenburg-Vorpommern wurden mehrere tote Kegelrobben gefunden. Das Ministerium äußert sich zum Umgang mit den Funden. © Unsplash/Semyon Borisov

Tote Robben vor Rügen: Der Fund mehrerer toter Kegelrobben vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns im Rahmen des routinemäßigen Totfundmonitorings beschäftigt die Politik. Das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern äußert sich in einer Pressemitteilung dazu. Demnach stehen die zuständigen Fachbehörden zur Aufklärung der Situation im engen Austausch miteinander. Bei der Todesursache der Tiere gibt es derweil noch Unklarheiten.

Ministerium zu toten Robben: „Unnatürliche Todesursache nicht auszuschließen“

„Seit Anfang Mai wurden mehr als 20 tote Robben im Bereich der Ostküste Rügens, des Greifswalder Boddens und Usedoms registriert. Die Fundorte konzentrieren sich insbesondere auf den Bereich der Südostküste Rügens, vereinzelt wurden Tiere auch an der Außenküste Usedoms und im Greifswalder Bodden gefunden.

Die adulten Tiere befanden sich bereits längere Zeit im Wasser und wiesen zum Teil einen fortgeschrittenen Verwesungsgrad auf. Mehrere Kadaver wurden geborgen und dem Deutschen Meeresmuseum Stralsund zur weiteren Untersuchung übergeben. Bisher ist bei einem der bislang drei aus diesem Gebiet untersuchten Tiere eine unnatürliche Todesursache nicht auszuschließen.

Nach dem derzeitigen Kenntnisstand gibt es keinerlei Hinweise darauf, dass die aktuelle Anzahl der Totfunde auf die Fischerei in Mecklenburg-Vorpommern zurückzuführen ist.“

Kontrollen zeigen keine Auffälligkeiten bei genutzten Reusen

Das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) habe laut Mitteilung die örtliche Reusenfischerei überprüft. Im Greifswalder Bodden sowie an der Außenküste Südost-Rügens und Usedoms waren demnach keine Reusen im maßgeblichen Zeitraum im Einsatz. Eine erst kürzlich im westlichen Greifswalder Bodden aufgestellte Reuse habe man ordnungsgemäß angezeigt und kontrolliert. Alle in 2026 aufgestellten Reusen verfügen über die durch Minister Dr. Backhaus vorgeschriebenen Einschwimmsperren.  Kontrollen durch die Fischereiaufsicht bestätigen dies. Hinweise auf Robbenbeifänge liegen der Fischereiaufsicht bislang nicht vor.

Um mögliche Ursachen weiter einzugrenzen, arbeiten das Ministerium, das LALLF, das Biosphärenreservatsamt Südost-Rügen und das Deutsche Meeresmuseum eng zusammen.