Wolf in MV: Ministerium äußert sich zu Management und Zukunftsplänen

Zum internationalen „Tag des Wolfes“ äußert sich die Regierung von Mecklenburg-Vorpommern zu dem Umgang mit dem Wolf innerhalb des Bundeslandes, und geht dabei auch auf die bisherige Bilanz sowie die zukünftige Planung des Wolfsmanagements ein.

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Der Umgang mit dem Wolf bedarf auch in Mecklenburg-Vorpommern genau Planung und Zusammenarbeit. © Unsplash/Milo Weiler

Umweltminister Dr. Till Backhaus äußert sich anlässlich zum internationalen „Tag des Wolfes“ zu dem Umgang mit dem Wolf – auch die Weiterentwicklung des Wolfskompetenzzentrums, dessen Arbeit in Zukunft im Ministerium gebündelt wird, wird thematisiert.

Der Wolf in Mecklenburg-Vorpommern: Ministerium äußert sich am „Tag des Wolfes“

„Der Wolf ist Teil unserer heimischen Natur. Gleichzeitig stellt seine Rückkehr uns vor neue Herausforderungen, die wir verantwortungsvoll gestalten müssen“, erklärte der Umweltminister.

Im aktuellen Monitoringjahr 2025/26 leben offiziell 26 Wolfsrudel sowie 2 Paare in Mecklenburg-Vorpommern, die Population blieb damit über die letzten Jahre stabil. Gleichzeitig steigen allerdings die gemeldeten Nutztierschäden. Über 3.000 Nutztiere wurden nachweislich seit 2007 von Wölfen getötet oder verletzt. Über 270.000 Euro kosteten das Land inzwischen Kompensationszahlungen.

Tierschutz und Management: Kompetenzzentrum in Zukunft in Ministerium integriert

„Diese Entwicklung zeigt, dass wir den Schutz des Wolfs und die berechtigten Interessen der Weidetierhalter gemeinsam denken müssen. Unser Ziel ist ein funktionierendes Wolfsmanagement, das beides in den Blick nimmt“, sagt Backhaus.

Das bisher in Jasnitz angesiedelte Wolfskompetenzzentrum ist künftig organisatorisch in das Ministerium integriert. Die Aufgaben des Kompetenzzentrums selbst bleiben unverändert erhalten. Dazu gehören insbesondere das Monitoring, die Beratung von Tierhalterinnen und Tierhaltern sowie die Bewertung von Vorfällen, bei denen der Wolf eine Rolle gespielt haben könnte.

Wolf in MV: Fachliche Expertise, rechtliche Bewertung und politische Steuerung

Die Bündelung erfolgt vor dem Hintergrund der Aufnahme vom Wolf in das Bundesjagdrecht, damit geht ein landeseigener Wolfsmanagementplan einher. „Wir reagieren damit auf neue Anforderungen im Umgang mit dem Wolf. Mit der Bündelung im Ministerium stellen wir sicher, dass fachliche Expertise, rechtliche Bewertung und politische Steuerung noch enger verzahnt sind“, betonte der Umweltminister.

Ziel sei es, Entscheidungswege zu verkürzen, Abläufe zu verbessern und die Handlungsfähigkeit im Wolfsmanagement weiter zu stärken. Neben Monitoring und Schadensausgleich setzt das Land weiterhin auf Prävention. Dazu gehören Förderprogramme für Herdenschutzmaßnahmen sowie die gezielte Beratung von Tierhalterinnen und Tierhaltern. Der Minister warb für einen sachlichen Umgang mit dem Thema.

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