Im Elsass erschlug eine Frau ein Tier, das sie für eine Katze hielt, weil dieses ihre Hühner angegriffen hatte. Später stellte sich heraus: Es handelte sich um einen streng geschützten Luchs. Damit hat die Aktion der Hühnerhalterin maßgebliche Konsequenzen.
Luchs tötet Hühner: Frau zu Bewährungsstrafe verurteilt
Ein Gericht in Straßburg hat die Frau nun laut der Nachrichtenagentur “AFP” zu einer dreimonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Darüber hinaus muss die 62-Jährige mehr als 30.000 Euro an eine Tierschutzorganisation zahlen. Das gaben die Anwälte beider Seiten am vergangenen Mittwoch (20. Mai 2026) bekannt.
Anwältin Pauline Laizet äußerte sich zu dem Vorfall: „Der Verlust eines Luchses ist für ein Ökosystem nicht zu ersetzen.” Der Luchs ist in Frankreich vom Aussterben bedroht, etwa 150 der geschützten Tiere gibt es offiziell.
Geschütztes Tier mit gewöhnlicher Katze verwechselt
Auch die 62-Jährige selbst äußerte sich zu ihrem Vorgehen. Sie sei nach eigenen Angaben in Panik geraten, als sie sah, wie der Luchs ihre Hühner angriff. Zunächst versuchte sie, das Tier, welches sie für eine gewöhnliche Katze hielt, zu vertreiben. Als dies nicht gelang, schlug sie mit einem Stock auf das Tier ein. Erst im Nachhinein stellte sich heraus: Es handelte sich nicht um eine Hauskatze, sondern um ein wenige Monate altes, stark abgemagertes Luchsweibchen.






