Ein junger Elchhirsch ist am 8. September in einem Staatsforst im Landkreis Lüchow-Dannenberg von einer Wildkamera aufgenommen worden. Der Fund ist bemerkenswert, weil Elche im westlichen Bundesgebiet seit rund 200 Jahren als verschwunden galten.
Vermutlich auf der Suche nach Revier oder Partnerin
Nach Einschätzung von Kreisjägermeister Rüdiger Schulz wiegt der Elch schätzungsweise rund 350 Kilogramm und erreicht eine Schulterhöhe von etwa 1,70 Metern – Merkmale, die auf ein junges, noch nicht ausgewachsenes Tier hindeuten. Der genaue Ort der Sichtung wird zum Schutz des Tieres nicht veröffentlicht. Hinweise auf weitere Elche in der Region liegen den Behörden bislang nicht vor.
Da die Brunftzeit gerade beginnt, hält es der Kreisjägermeister für möglich, dass der Elchhirsch auf der Suche nach einer Elchkuh ist. Ebenso denkbar sei, dass das Tier ein neues Streifgebiet sucht. Elche gelten grundsätzlich als Einzelgänger und legen dabei mitunter weite Strecken zurück.
Teil eines bekannten Wandermusters
Die Sichtung passt in ein Muster, das Wildtierexperten seit Jahren beobachten: Einzelne Elche wandern immer wieder aus östlichen Nachbarländern nach Deutschland ein, bleiben aber meist nur auf der Durchreise und etablieren keine feste Population. Dass ein Tier bis ins westliche Niedersachsen vordringt, ist dabei ungewöhnlich, verändert die grundsätzliche Situation der Art in Deutschland nach Einschätzung von Fachleuten aber nicht.
Elche gelten in der Regel als friedliche Tiere. Während der Brunft oder wenn sie sich bedrängt fühlen, können sie jedoch aggressiv reagieren – ein Hinweis, den Behörden im Umgang mit dem Tier berücksichtigen dürften.








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