Am 25. April war der Landesjägertag in Bayern. Und auf diesem kam es zu zahlreichen Wahlen und Abstimmungen. Das wohl brisanteste Ergebnis der Versammlung: Hubert Stärker ist der neue Präsident des Bayerischen Jagdverbands (BJV). Stärker konnte sich mit 52 Prozent der Stimmen gegen den bisherigen Präsidenten und ehemaligen CSU-Landtagsabgeordneten Ernst Weidenbusch durchsetzen. Dieser führte den Jagdverband seit Dezember 2020, nach über 5 Jahren folgt nun der Wechsel.
Stärker wird DJV-Präsident: 52 Prozent sind für neue Spitze
Auch der Rest des Präsidiums wurde am Landesjägertag neu gewählt. Etwa 80 Prozent der Delegierten wählten den ersten Vizepräsidenten Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg, der zwei Vizepräsident Sebastian Ziegler erhielt knapp 59 Prozent der Stimmen. Dritter Vizepräsident wurde Thomas Bär mit knapp 54 Prozent. Der BJV ist damit gespickt von alten sowie neuen Gesichtern.
Unternehmer und passionierter Jäger: Wer ist Hubert Stärker?
Der 48-Jährige Stärker bezeichnet sich selbst als „einen seit seiner Kindheit begeisterten Jäger und Fischer“. Der Unternehmer führt einen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb mit Teichwirtschaft, jagdpolitisch war er vorher bereits auf regionaler Ebene tätig. Erst vor wenigen Wochen trat Stärker mit seinen Ambitionen auf das Amt des Präsidenten auf den Plan.
Was erwartet den BJV in Zukunft?
In den letzten Jahren kam es immer wieder zu Konflikten innerhalb des BJV, der als einziger schon seit 2009 nicht mehr Teil des Deutschen Jagdverbandes ist. Bezüglich dieser Situation äußerte sich auch Wirtschafts- und Jagdminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler), der sich für eine Schlichtung der Situation einsetzt. Auch der Führungsstil des bisherigen Präsidenten Weidenbusch stand teilweise in der Kritik.
Stärker will als Präsident des BJV nun für mehr Transparenz sorgen. Er versprach neben nachvollziehbarer und konkreter Führung auch einen respektvollen Dialog mit den Kreisgruppen und Mitarbeitern. So wolle man die ausgeschlossenen Kreisgruppen für eine „Rückkehr gewinnen“.






