Neuer Jäger-Rekord in Deutschland: DJV veröffentlicht Zahlen

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Laut DJV gibt es mehr Jägerinnen und Jäger als je zuvor. © Unsplash/Diana Parkhouse

In Deutschland gibt es einen neuen Jäger-Rekord. Bundesweit gibt es mehr Jägerinnen und Jäger als je zuvor. Mit 467.682 Menschen mit Jagdschein ist das ein Anstieg von 42 Prozent in den letzten 30 Jahren. Während in Nordrhein-Westfalen die meisten Jägerinnen und Jäger leben, ist die Dichte in Mecklenburg-Vorpommern am höchsten.

DJV: Jäger-Anstieg von 42 Prozent

Über 40 Prozent mehr Jägerinnen und Jäger als noch vor drei Jahrzehnten – die Jagd ist in Deutschland beliebter als je zuvor. Diese Zahlen hat der Deutsche Jagdverband (DJV) anlässlich der Messe Jagd und Hund veröffentlicht. Grundlage sind Daten aus dem November 2025. Ganz vorn liegt Nordrhein-Westfalen mit über 100.000 Personen mit bestandener staatlicher Jägerprüfung. Darauf folgt Bayern mit 80.000 sowie Niedersachsen mit 70.000.

Höchste Dichte in Norddeutschland

Die meisten Jägerinnen und Jäger im Vergleich zur Einwohnerzahl gibt es laut DJV allerdings im Norden: „Pro 1.000 Einwohner leben in Mecklenburg-Vorpommern 10 Jägerinnen und Jäger – Platz 1. Danach folgen Niedersachsen (9) und Schleswig-Holstein (8). Bezogen auf die Jägerdichte liegt Nordrhein-Westfalen mit dem Wert 6 genau im Bundesschnitt. In Verbänden organisiert sind deutschlandweit 7 von 10 Jägern. Laut DJV-Umfrage ist der Jägerinnen-Anteil zwischen 2016 und 2022 um mehr als die Hälfte gestiegen – von 7 auf 11 Prozent. Das Durchschnittsalter der Jägerschaft ist im selben Zeitraum von 57 auf 56 Jahre gesunken.“

Jäger im Ehrenamt: Freiwillige Arbeit für Wald und Wild

Laut DJV-Umfrage verbringt jeder Jäger im Schnitt rund 40 Stunden pro Monat in der Natur und erledigt viele gesellschaftlich wichtige Aufgaben ehrenamtlich. Im Klartext heißt das: Arten zählen und schützen, Kindern die Natur näherbringen oder Rehkitze und andere Wildtiere via Drohne vor einem Mähtod retten. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass ein Jäger „für einen gesunden, artenreichen Wildbestand sorgen oder Wildschäden in Wald und Feld eindämmen“ muss. Bezahlung gibt es grundsätzlich keine.

Dafür investieren Jägerinnen und Jäger ganz schön viel: Für Biotoppflege, Artenschutz sowie Schutz von Wald und Feld investieren sie insgesamt eine halbe Milliarde Euro jährlich aus eigener Tasche. Grundlage für die Übernahme dieser Aufgaben ist das Bestehen der staatlichen Jägerprüfung.

Warum werden Menschen Jäger?

Laut einer DJV-Umfrage gibt es einige Hauptgründe für Menschen, Jäger zu werden: „Intensives Naturerlebnis, aktiver Naturschutz vor Ort und gesundes Fleisch“, gibt der Verband an. Dabei kommen immer mehr Jäger aus Städten, gleichzeitig steigt der Anteil an Frauen immer weiter.

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