Aujeszky-Krankheit: Landesjagdverband-Chefin verliert 2 Hunde

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Die Geschäftsführerin des Landesjagdverbandes MV verlor zwei ihrer Hunde durch die Aujeszky-Krankheit. © Unsplash/Peyton Clough

Die Aujeszky-Krankheit sorgt immer wieder für Unruhe und tragische Ansteckungen bei Jagd- und Familienhunden. Die Krankheit, die hauptsächlich Wild- sowie Hausschweine betrifft, kann auch Jagdhunde und andere freilaufende Vierbeiner betreffen. Und das hat immer einen tragischen Tod zur Folge. Nun musste die Geschäftsführerin des Landesjagdverbandes Mecklenburg-Vorpommern gleich zwei schwere Verluste durch die Tierseuche erleiden.

Aujeszky-Krankheit: Geschäftsführerin des Landesjagsverbandes MV verliert zwei ihrer Hunde

Die Aujeszky-Krankheit ist eigentlich ein omnipräsentes Problem für Hunde und ihre Halter in Deutschland. Ein besonders unglücklicher Fall rückte die Tierseuche allerdings wieder in den Fokus. Wie der Nordkurier berichtet, verlor die Geschäftsführerin des Landesjagdverbands in Mecklenburg-Vorpommern, Anja Blank, innerhalb weniger Tage zwei ihrer Hunde an die Tierseuche. „Bei meiner Hündin Finte fing es mit leichtem Kopfkratzen an“, berichtet sie. „Es wurde über Nacht so schlimm, dass sie sich das Gesicht zerkratzt hat. Der Verlauf war brutal schnell – kaum 24 Stunden später war sie tot.“

Dorn, der zweite Hund, zeigte schnell nach dem ersten tragischen Todesfall ebenfalls Symptome der Aujeszky-Krankheit: „Er begann plötzlich zu erbrechen, bekam Durchfall und hatte massive Schmerzen.“ Zwar hätten die Tierärztinnen die zusammenhängende Schilddrüsenentzündung feststellen können, man konnte dennoch nichts mehr für den Vierbeiner tun. „Wir mussten ihn einschläfern – das war der schlimmste Hundetod, den ich je erleben musste.“

Pseudowut: Jedes 5. Wildschwein in Mecklenburg-Vorpommern infiziert?

Die Aujeszky-Krankheit, auch Pseudowut genannt, wird von einem Herpesvirus ausgelöst, das Wildschweine ein Leben infiziert. Das Virus ist weit verbreitet: Etwa 10 bis 20 Prozent der Tiere sollen in Mecklenburg-Vorpommern infiziert sein. Stress kann die Krankheit aktivieren, dann sind die Tiere infektiös. Symptome merkt man bei den Wildtieren oftmals allerdings nicht, die Krankheit verläuft meist mild.

Aujeszky-Krankheit ist für Hunde immer tödlich

Für Hunde stellt die Aujeszky-Krankheit allerdings eine immer tödliche Gefahr dar. Die Übertragung findet hauptsächlich über den Kontakt mit infiziertem Schwarzwild oder deren Überresten übertragen. Jegliche Ausscheidungen und Körperflüssigkeiten können das Virus ebenfalls weitergeben. Hauptsymptom bei Hunden ist extremer Juckreiz. Tödlich ist die Störung des zentralen Nervensystems sowie Muskellähmungen. Während die Krankheit für Hunde immer tödlich verläuft, ist sie für Menschen ungefährlich.

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