Aujeszkysche Krankheit – Veterinäramt ruft zur Vorsicht und Mithilfe auf

Verdachtsfall in Salzwedel (Sachsen-Anhalt) bestätigt.

Wie es auf der Homepage des „Altmarkkreis Salzwedel“ hieß, hat sich im Raum Diesdorf erstmalig der Verdacht der Aujeszkyschen Krankheit durch Nachweis von Antikörpern bei einem erlegten Wildschwein bestätigt.

Daher ruft die Amtstierärztin Frau DVM Elke Filter alle Jäger zur Mithilfe auf. Sie bittet um Einsendung von Schweißproben aller erlegten Wildschweine für diese Jagdsaison, damit dieses Krankheitsgeschehen flächendeckend beobachtet und bewacht werden könne. Eine Übertragung vom Wildtierbestand auf die Hausschweinepopulation ist unbedingt zu verhindern.

Besonders gefährdet seinen Jagdhunde, die einen unmittelbaren Kontakt mit Schwarzwild haben. Dieser sollte deshalb auf das notwendigste beschränkt werden. Die Hunde sollten davon abgehalten werden erlegte Stücke zu beuteln und roher Aufbruch darf nicht an Hunde verfüttert werden.

Besondere Vorsicht gilt auch für Jäger, die selbst Schweinehalter sind oder Schweine betreuen. Diese sollten besondere Hygienemaßnahmen einhalten, in dem sie Ställe nicht Jagdkleidung betreten, keine Wildschweine im Stall aufbrechen und besondere Vorsicht beim Zerwirken und bei der Entsorgung der nicht verwertbaren Reste walten lassen.

Bei der Aujeszkysche Krankheit, auch Pseudowut genannt, handelt es sich um eine Herpes-Viruserkrankung, die vorrangig Schweine, aber auch Haustiere wie Hunde und Katzen befallen kann und im Hausschweinebestand zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden führt. Markante Symptome der Erkrankung sind Juckreiz, Wesen-veränderungen, Erbrechen und Lähmungserscheinungen, die der Tollwut sehr ähnlich sind. Nach der Ansteckung vergeht bis zum Ausbruch der Erkrankung eine Inkubationszeit zwischen zwei  und neun Tagen.

Die Ansteckung erfolgt über Blut/Schleimkontakt oder und über die Nahrungsaufnahme. Für Hunde und Katzen ist das Virus bei einer Infektion immer tödlich, eine Impfung gibt es nicht. Für debn  Menschen ist die Aujeszkysche Krankheit jedoch ungefährlich.

Bei Infektionsverdacht sollten unbedingt ein Tierarzt und das zuständige Veterinäramt konsultiert werden. Altmarkkreis Salzwedel, Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt, Karl-Marx-Straße 32, 29410 Salzwedel, Tel.: (03901) 840 416, E-Mail: Vetamt@Altmarkkreis-Salzwede

Folgende Abgabestellen stehen im Altmarkkreis Salzwedel zur Verfügung:

  • Altmarkkreis Salzwedel – Kreisverwaltung in Salzwedel –  Veterinäramt und untere Jagdbehörde und Außenstelle Gardelegen;
  • Tierärzte: TA Schulz (Arendsee), TA Henke (Binde), TA Nebelung (Jeetze), TA Schliekau (Pretzier), TA Graul (Bombeck), Dr. Lerche (Dähre), TA Zipperling (Gieseritz), Dr. Neuling (Siedenlangenbeck), Dr. Loose (Jübar), TA Toralf Schulz (Beetzendorf), TA Runow (Immekath), TA Dressel sowie TÄ Preetz (Kalbe/Milde)
  • Betreuungsforstamt Klötze