Ein Stück Schwarzkittel hat in Campobasso, der Hauptstadt der italienischen Region Molise, für Aufregung gesorgt. Mitten in einem Wohngebiet erfolgte ein überraschender Wildschweinangriff. Der Schwarzkittel ging einen Lederhandwerker samt seiner zwei Hunde an. Der Vorfall ereignete sich am 16. September in der Via Garibaldi, einer ganz normalen Wohnstraße im Stadtgebiet.
Unangemeldeter Besuch
Fernando Pio Tomba, in der Region bekannt für seine handgefertigten Jagdlederwaren, war mit seinen beiden kleinen Hunden unterwegs. Die Vierbeiner waren während des Spaziergangs in der Stadt natürlich angeleint. Die Hunde hatten das Stück Schwarzwild nicht bemerkt und erst recht nicht provoziert. Trotzdem brach die Sau ohne Vorwarnung aus der Deckung und ging auf das Gassigespann los.
Wildschweinangriff gefilmt
Tomba hielt den Angriff mit seinem Handy fest. Angesichts des auf ihn zu stürmenden Wildschweins zog er seine Hunde hastig hinter sich her. Das Wildschwein setzte aber nach und packte einen der Hunde im hinteren Rückenbereich. Tomba verteidigte seinen Hund lautstark. Mit Schreien gelang es ihm, den Schwarzkittel abzulenken und mit seinen Hunden die Flucht zu ergreifen. Tomba und seine Hunde brachten sich anschließend in einem Haus in Sicherheit. Trotz des Schreckensmoments blieben Herrchen und auch beide Hunde unverletzt.
Das Video des Italieners zeigt den Wildschweinangriff in Campobasso. Quelle: www.club-caza.com
Wann greifen Wildschweinen an?
Solche Wildschweinangriffe mitten in der Stadt sind kein Einzelfall. Experten erklären das Verhalten mit dem Verteidigungsinstinkt der Sauen. Hunde werden dabei größenunabhängig als Bedrohung wahrgenommen. Vor allem Bachen greifen an, wenn ihre Frischlinge in der Nähe sind. Im konkreten Fall sind jedoch keine Frischlinge zu sehen.
Vermutlich war das Wildschwein falsch abgebogen und hatte sich in die Straße verirrt. Das gestresste Wildschwein sah sich deshalb wahrscheinlich von den kleinen Hunden auf der anderen Straßenseite bedroht. Gefährlich können Wildschweinen auch werden, wenn eine zu hohe Gewöhnung an Menschen erfolgt. Werden Wildschweinen von Passanten gefüttert, können sie sich ihr Futter teilweise rabiat einfordern. Auch hier greift wieder die alte Regel: Keine Wildtiere füttern.









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