Jäger warnen vor Waschbär-Parasiten in Schleswig-Holstein

Die Kreisjägerschaft Pinneberg warnt vor einer zunehmenden Verbreitung des sogenannten Waschbär-Spulwurms in Schleswig-Holstein. Nach Angaben der Jägerschaft sind inzwischen 50 bis 70 Prozent der Waschbären mit dem Parasiten befallen. Für Menschen könne der Wurm gefährlich werden.

joshua-j-cotten-6yoDKZvve_c-unsplash

Könnte der Waschbär in Schleswig-Holstein zu einem Gesundheitsproblem werden? © Unsplash/Joshua J. Cotten

Der Waschbär-Spülwurm regt die Jägerschaft in Schleswig-Holstein zu Vorsicht an. Gelangen die Larven des Parasiten in den menschlichen Körper, können sie schwere Schäden an Organen wie Gehirn, Lunge oder Leber verursachen. Die Infektion erfolgt nach Angaben der Kreisjägerschaft durch das versehentliche Verschlucken mikroskopisch kleiner Eier, die sich im Kot der Tiere befinden. Besonders gefährdet seien Kinder, wenn sie beispielsweise in kontaminierten Sandkästen spielen.

Waschbär-Spülwurm in Schleswig-Holstein: Vorsicht, keine Panik!

Trotz der Warnung sieht die Kreisjägerschaft derzeit keinen Anlass zur Panik. Der Vorsitzende Hans Wörmcke betonte, Infektionen beim Menschen seien bislang nicht häufig. Gleichwohl rät die Jägerschaft dringend dazu, Abstand zu Waschbären zu halten und den Kontakt mit den Tieren zu vermeiden. Der Waschbär fühlt sich in Regionen besonders wohl, in denen er einfach an Nahrung kommt. In Städten kann mann dies unter anderem dadurch verhindern, seinen Müll für die Wildtiere unzugänglich zu machen.

Die Waschbären breiten sich seit mehreren Jahren in Schleswig-Holstein aus. Nach Angaben der Kreisjägerschaft werden die Tiere im Kreis Pinneberg weiterhin intensiv bejagt, um ihre Bestände zu begrenzen.