Trichinen bei Wildschwein in Hessen nachgewiesen

Bei einem Wildschwein in Rauschenberg in Hessen ist ein Trichinen-Befall bestätigt worden. Im betroffenen Landkreis Marburg-Biedenkopf kam es bei einer Routineuntersuchung zu dem Fund. Theoretisch können die Fadenwürmer auch Menschen befallen. In Deutschland gilt die Gefahr allerdings als sehr gering. 

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In Hessen wurden Trichinen bei einem erlegten Wildschwein bestätigt. © Unsplash/Tim Schmidbauer

Die Veterinärbehörde des Landkreises Marburg-Biedenkopf äußerte sich am vergangenen Freitag (17. Juli 2026) zu dem Befall. Demnach wurden die Trichinen bei einer amtlich vorgeschriebenen Untersuchung eines Wildschweins nachgewiesen. Mittlerweile haben sowohl das Hessische Landeslabor als auch das Nationale Referenzlabor für Trichinen am Bundesinstitut für Risikobewertung den Parasiten-Befund offiziell und unabhängig voneinander bestätigt.

Trichinen-Befall in Hessen: Für Menschen gefährlich?

Bei Trichinen handelt es sich um winzig kleine Fadenwürmer, die für das menschliche Auge nicht wirklich sichtbar sind. Da sich Menschen dennoch mit der Zoonose anstecken können, ist im Umgang mit der Krankheit Vorsicht geboten.

Eine Infektion mit Trichinen äußert sich bei Menschen unter anderem durch Bauchschmerzen, Muskelschmerzen und Fieber. In Deutschland gilt die Gefahr einer Ansteckung allerdings trotz wiederkehrender Befunde als gering. Der Grund dafür: Die vorgeschriebene amtliche Fleischuntersuchung von Wildtierfleisch, das für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist. Die verpflichtenden Kontrollen sollen sicherstellen, dass Infektionen nicht vorkommen. Bei der Zubereitung von Wildschweinfleisch sterben die Trichinen-Larven im Fleisch ab einer Kerntemperatur von 65 bis 70 Grad. Der Mensch kann sich demnach nur mit dem Parasiten anstecken, wenn er ungeprüftes Fleisch isst und dieses nicht ausreichend erhitzt verzehrt.

Wild- und Hausschweine unterliegen strengen Prüfungen

Für Hunde, besonders Jagdhunde, gilt derweil noch größere Obacht: Die Tiere sollten nicht in die Nähe von Kadavern gelassen werden. Außerdem sollten auch sie kein rohes Wildschweinfleisch verzehren. Jägerinnen und Jäger sammeln die Proben entnommener Wildschweine und reichen diese zur amtlichen Untersuchung ein. Auch Hausschweine unterliegen dieser Trichinen-Untersuchung. Die Proben werden in diesem Fall nach der Schlachtung durch geschultes Personal entnommen.