Bär an deutscher Grenze: Landwirt entdeckt Raubtier an Bauernhof

In Tirol, nur fünf Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, entdeckte ein Landwirt ein Raubtier: Ein Bär streift in nächster Nähe zu einem Bauernhof umher. Ein Ferienort warnt nun die Menschen vor Ort. 

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In Tirol wurde ein Bär gesichtet. Könnte das Tier nach Deutschland kommen? © Unsplash/Zdenek Machacek

In Tirol (Österreich) sorgt ein Bär für ordentlich Aufregung. Nur 300 Meter entfernt von seinem Bauernhof bemerkte ein Landwirt das Tier. Der Braunbär ist dabei nur rund fünf Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.

Bär in Tirol: Raubtier streift in der Nähe von Bauernhof umher

Bei dem Landwirt handelt es sich um Anton K. aus dem Touristenort Thiersee nahe Kufstein in Tirol. Gegenüber IPPEN.MEDIA berichtet der Landwirt von seiner kuriosen Entdeckung: „Ich war gerade morgens um 8 in der Küche, als ich durch die Glastür auf der Wiese ganz oben am Grat einen dunklen Fleck sah. (…) Ich dachte erst, es ist ein Wolf.” Dann hob das Raubtier allerdings seinen Kopf. “Da bemerkte ich erst, dass es sich um einen Bären handelte, um einen sehr großen Bären.”

Der Landwirt beobachtete das Tier mit seinem Fernglas. “Ich hab’ dann sofort den Aufsichtsjäger angerufen, doch bis der da war, war der Bär schon wieder weg.” Für den Landwirt bedeutet das Raubtier allerdings auch nach seinem Verschwinden große Sorgen:  “Wir haben zehn Stück Vieh, davon vier junge Kälber. Die haben wir sofort ins Gatter am Hof getrieben, wo sie hinter einem Elektrozaun stehen und der Bär sie nicht sieht.“

Auf Durchreise: Kommt das Raubtier bald nach Deutschland?

Der Bär verhielt sich vor Ort unauffällig, habe nur Gras gefressen und sich umgesehen. Der Landwirt vermutet, dass das Tier vielleicht nur auf Durchreise in dem Ort in Tirol unterwegs ist. Die Gemeinde Thiersee warnte ihre Bürger nun auf ihrer Homepage: „Insbesondere Lebensmittelreste und Abfälle sollten nicht im Freien zurückgelassen werden, um Wildtiere nicht anzulocken.“

In Bayern beobachtet man die Situation rund um das Raubtier derweil aufmerksam. Der Vorsitzende des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern Josef Glatz äußert sich zu der Sichtung: “Die Jungbären sind jetzt auf Wanderschaft, sie werden von ihren Müttern vertrieben, in Norditalien gibt es davon ja viele.”