Luchs in Hessen getötet: Schädel in Plastiktüte gefunden

In Hessen wurde der abgetrennte Schädel von einem Luchs entdeckt. Nun konnten genetische Tests bestätigen: Das Tier stammte aus der Population aus dem Harz. Was ist bisher bekannt? 

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In Hessen wurde ein abgetrennter Luchskopf entdeckt. Was steckt hinter dem makabren Fund? © Unsplash/Zdenek Machacek

In der Nähe von Hessisch-Lichtenau im Werra-Meißner-Kreis (Hessen) kam es zu einem makabren Fund: Ein abgetrennter Luchs-Kopf lag in einem Wald in einer Plastiktüte. Wie der Ökologische Jagdverein (ÖJV) Hessen mit dem BUND Hessen mitteilte, ist bislang weder klar, wie der Luchs starb, noch wo der restliche Körper des Tieres sich befindet.

Luchs-Schädel in Plastiktüte entdeckt: Makabrer Fund in Hessisch-Lichtenau

Zu dem Fund kam es bereits Ende April 2026. In der Zwischenzeit wurden genetische Tests durchgeführt. Diese konnten bestätigen, dass es sich um einen männlichen Luchs aus der Population handelt, die im Harz angesiedelt ist. Bei weiteren Untersuchungen wird nun versucht, auch die Todesursache zu klären. Ob dies ohne den bislang verschollenen Körper gelingt, ist allerdings unklar.

Bedrohte Art getötet: Staatsanwaltschaft ermittelt

Die Staatsanwaltschaft in Kassel ermittelt wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Der Fund wiegt besonders schwer, weil Luchse in Deutschland als stark bedrohte Art gelten.Zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert wurden die Raubtiere in Deutschland offiziell komplett ausgerottet – nun bringen mehrere Projekte das Tier gezielt wieder zurück. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist der Luchs streng geschützt. Tätern drohen entsprechend Freiheitsstrafen sowie hohe Geldstrafen und, wenn vorhanden, der Entzug der Jagderlaubnis. Da der Luchs in diesem Fall nicht nur getötet, sondern geköpft und in einem Müllsack entsorgt wurde, wäre im Falle einer Aufklärung des Vorfalls mit einer empfindlichen Strafe zu rechnen.

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