In Schkeuditz bei Leipzig (Sachsen) musste die Polizei am vergangenen Sonntag (17. Mai 2026) einen entlaufenen Tiger erschießen. Die Polizei äußerte sich gegenüber dem „MDR“ zu dem Vorfall. Demnach habe das Raubtier in seinem Gehege einen 73 Jahre alten Mann angegriffen. Daraufhin entkam das Tier laut Polizeisprecherin aus seiner Haltung. Bei dem verletzten Mann handelte es sich um eine Art Tierpfleger, der sich berechtigterweise auf dem Gelände des Geheges aufgehalten habe. Für die Behandlung seiner Verletzungen soll er in ein Krankenhaus gebracht worden sein.
Tiger bei Leipzig entkommt aus Gehege: 73-Jähriger verletzt
Der Tiger entkam von dem Gelände in einem Industriegebiet. Die Polizei trat schwer bewaffnet an und fand die Raubkatze schließlich in einer gut besuchten Gartenanlage. Zum Schutz der Bevölkerung entschieden sich die Beamten, das Raubtier zu töten. Weil die Gartenanlage gut besucht gewesen sei, gab es demnach keine Möglichkeit, auf einen Tierarzt zu warten. Eine Evakuierung der Anlage sei laut Polizei ebenfalls nicht mehr möglich gewesen.
Polizei erschießt Raubkatze: Tierhalterin zuvor bereits in der Kritik
Das Raubtier soll gegen 13 Uhr am Sonntag aus seinem Gehege entschwunden sein. Der Tiger war allerdings nicht in einem Tierpark untergebracht, sondern in einem privaten Gehege einer Dompteurin. Gegen diese soll es bereits zuvor vermehrt Vorwürfe gegeben haben, unter anderem auch durch die Tierschutzorganisation PETA. Ein Verfahren wurde eingeleitet, gegen Geldauflage allerdings wieder eingestellt.
Weitere Tier sollen nicht aus den Privatgehegen entkommen sein. Die Polizei wolle dennoch das gesamte Gelände mit einer Drohne absuchen, um weitere möglicherweise ausgebrochene Tiere zu finden. Wie der Tiger aus dem Gehege entkommen konnte, ist derzeit noch unklar.






