In Tübingen ist unter anderem der Anlagensee betroffen: Nilgänse breiten sich immer weiter aus. Die invasive Art sorgt mit ihren Hinterlassenschaften für Probleme im Ökosystem, zusätzlich vertreiben sie heimische Vogelarten wie die Stockente. Oberbürgermeister Boris Palmer äußert sich nun zum Umgang mit der Nilgans. Er fordert nun bei Notwendigkeit den konsequenten Abschuss der Tiere.
Nilgänse in Tübingen: Invasive Art belastet Tiere und Ökosystem
„Die Nilgans ist eine aggressiv invasive Art, sie verdrängt die heimischen Enten“, erklärte Palmer gegenüber dem SWR. „Nach meiner Auffassung sollte man die Vögel schießen – wenn es mildere Mittel gibt, dann ist das in Ordnung.“ Diese milderen Mittel umfassen unter anderem Vergrämung oder Einschränkungen der Vermehrung der Nilgänse. Diese sind allerdings nicht immer erfolgreich. Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, spricht sich der Tübinger Oberbürgermeister für den Abschuss der Tiere aus.
Nilgänse zeigen sich auch Menschen gegenüber aggressiv
Nilgänse zeigen sich laut Palmer zusätzlich immer wieder auch Menschen gegenüber aggressiv und „scheißen, auf gut Schwäbisch gesagt, alles zu“, wie der Oberbürgermeister klagt. Dabei wachse die Population immer weiter. Palmer wolle nicht, dass Kinder die heimische Stockente irgendwann nicht mehr erkennen, weil sie am Neckar nicht mehr zu sehen sei.
„Da ist kein Platz für Sentimentalität“ – Palmer findet klare Wort
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Auf Social Media polarisierte Palmer mit seinen Aussagen. Er sprach von einer „Nilgansepidemie“. Die Verwaltung werde vom Gemeinderat befragt, ob man auf „letale Maßnahmen“, also Handlungen, die zum Tod der Tiere führen, verzichten könne. „Nach meiner Auffassung die falsche Frage“, erklärte Palmer. „Diese Nilgänse sind für heimische Enten letal und stören das Ökosystem massiv. Da ist kein Platz für Sentimentalität.“






