Klimawandel: Waldbrände nehmen zu

Laut des neuesten UN-Berichts nimmt die Gefahr von Waldbränden auf der ganzen Welt aufgrund des Klimawandels erheblich zu. Dies geht über Kalifornien oder Australien hinaus.

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Die Gefahr von Waldbränden aufgrund des Klimawandels nimmt erheblich zu, auch bie uns. (Foto: Pixabay)

UN-Bericht bemängelt Vorbereitung

In jedem Jahr gibt es eine trockene Periode während des Sommers in unseren Regionen und die Gefahr von Waldbränden steigt. Feuerwehren sprechen von Alarmstufen oder wir Jäger merken es unserem Wald und Wild an, dass der Regen bereits seit längerer Zeit fehlt. Nun veröffentlicht die Tagesschau einen Artikel über einen UN-Bericht zur weltweiten Zunahme von Waldbränden. „Selbst bei den ehrgeizigsten Anstrengungen zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen wird der Planet eine dramatische Zunahme der Häufigkeit von Bedingungen erleben, die extreme Brände begünstigen“, heißt es in einem Bericht des UN-Umweltprogramms (UNEP).

Große Schäden bei Waldbränden

Im Sommer vergeht kaum eine Nachrichtensendung, bei der kein Bericht über Waldbrände die in den Vereinigten Staaten oder Down Under wüten gezeigt wird. Gerade im Jahr 2020 wurde Australien von einem der schlimmsten Brände jemals heimgesucht. Laut Berichten sind fast drei Milliarden Säugetiere, Reptilien, Vögel und Amphibien getötet worden. Die Wildtiere sind die größten Opfer eines solchen Brandes. Ihnen wird schlichtweg innerhalb weniger Stunden der Lebensraum unter den Füßen weg gezogen. Eine Studie zu Koalas zeigt, dass die Zahl der plüschigen Bären aufgrund der Feuer auf nur noch 60.000 Tiere gesunken ist. Laut UN gibt es keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und dem Feuer in Australien. Jedoch begünstigt die Erwärmung des Klimas Trockenheit und Dürre.

Vorsicht ist geboten

Aber auch wir in Deutschland müssen nicht allzu weit entfernt gucken. Auch unsere Sommer werden immer trockener und wärmer, wie die letzten Jahre gezeigt haben. Erst im Jahr 2019 gab es an mehreren aufeinander folgenden Tagen Hitzerekorde. Heute steht der Rekord aus Nordrhein-Westfalen bei 41,2 Grad. Was wir Jäger tun können ist vielfältig. Zuallererst benötigt unser Wild in trockenen Perioden Wasser. Wer keine natürlichen Wasserquellen im Revier hat, der kann mit Tanks etwas nachhelfen. Natürliche Vorkommen wie Bäche oder Flüsse sind bei längeren Trockenperioden allerdings auch kein Garant für stetiges Vorkommen. Wir Jäger sollten zu jeder Zeit das Rauchen im Wald unterlassen. Wir haben erst kürzlich hier vor Gefahren gewarnt. Hinzu kommen liegen gebliebene Bäume der letzten Stürme. Falls in den betroffenen Wälder nicht erneut durchgeforstet wird, bleiben die Bäume liegen. Anschließend werden diese zu Totholz und sind die beste Nahrung für die Flammen bei einem Waldbrand.