Die Wilddiebe – Drückjagd im Forstgut Reilmann

Endlich war es soweit, unsere alljährliche Drückjagd im heimischen Forstgut Reilmann stand an!

Die letzten Tage haben wir kaum noch etwas von uns und unserem Jagdalltag veröffentlicht, dass lag vor allem daran, das wir voll in den Vorbereitungen unserer großen Drückjagd steckten.

Wie sich jeder vorstellen kann, ist es eine Menge Arbeit, eine zweitägige Drückjagd mit über 70 Beteiligten zu organisieren.

Organistion der Drückjagd im Forstgut Reilmann

Am Mittwoch reisten dann die Gäste an, und nach einer herzlichen Begrüßung auf der Insel Usedom ging es am Donnerstag den 03.12. ins Revier, um den ersten Teil unseres Forstgutes zu bejagen. Das Wetter passte bei etwa 10 Grad. Ab und an lies sich sogar die Sonne blicken und die Gäste kamen schnell und problemlos auf die Stände.

Schnell fielen reichlich Einzelschüsse und es war zu bemerken, dass wohl reichlich Damwild im Treiben sein müsse.

Dann gegen halb 10 legten die Treiber los und etwas enttäuscht mussten wir feststellen, dass die üblichen Schwarzwildeinstände leer waren. Auch die Schüsse blieben Mitte des Treibens aus, und langsam machte sich bei uns Verwunderung breit.

Bewegung im Treiben!

Doch dann, etwa eine Stunde vor dem Ende kam dann endlich wieder Bewegung ins Treiben, wir fanden die Sauen und sprengten gleich mehrere große Rotten. Immer wieder fielen Einzelschüsse und Salven.

Beim Durchgehen konnte Paul eine kranke sowie gesunde gesunde Sauen strecken, welche von Hunden gestellt waren.

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Eine ordentliche Strecke

Gerold musste dieses Mal noch immer ohne Waffe durchgehen, da er erst im Februar 18 wird.

Dann war das Treiben vorbei uns wir machten uns ans Einsammeln des gestreckten Wildes und koordinierten die Nachsuchen.

Am Ende lagen 15 Stück Damwild, 24 Sauen, vier Stück Rehwild und drei Füchse auf der Strecke.

Wahnsinn für eine Fläche von grade mal 230 ha !

Drückjagd Forstgut Reilmann

Das Schüsseltreiben war der Strecke entsprechend sehr stimmungsvoll. Doch allzu wild wurde es noch nicht, da ja noch ein Jagdtag folgte.

Also ging es nächsten Morgen wieder ins Revier, und wir freuten uns auf den Jagdtag bei schönem Wetter.

Leider Gottes sagte spontan die Hundemeute ab, und so ging es mit nur sehr wenigen Hunden in die Brombeeren.  Unser Damwildabschuss war am ersten Tag auch schon erfüllt worden, wodurch wir keines mehr freigeben konnten.

Schwarzwild satt im Forstgut Reilmann

Doch schnell fanden wir Rotten, und viele Schüsse machten wieder Hoffnung auf eine gute Strecke.

Und tatsächlich lagen am Ende wieder 25 Sauen, und es waren mindestens 100 Stück im Treiben gewesen.

Wahnsinn für eine Fläche von 300 ha. Soviel Schwarzwild war bei uns noch nie vertreten, auch waren die letzten fünf Jahre kaum noch Keiler vorgekommen und somit war es für uns umso verwunderlicher das gleich zwei Reife auf unsere Jagd fielen.

Drückjagd Forstgut Reilmann

Drückjagd Forstgut Reilmann

Beim Strecke verblasen dann der Schock: unser Wachtelhund „Ulme“ war spurlos verschwunden.

Gott sei Dank fanden wir sie zwar entkräftet und vom Keiler geschlagen am nächsten Tag unter einem Hochsitz.

Dank einem schnell handelnden Veterinär, der ihre Wunden desinfizierte und wieder zusammenklammerte, ist sie wieder auf dem Damm ,und somit hat die Jagd ein durchweg positives Ende gefunden.

Jetzt gehts ans Wildbrett vermarkten, wir freuen uns aufs nächste Jahr!

Waidmannsheil nochmal an alle Gäste, und vielen Dank allen Hundeführern und Treibern.

Gerold & Paul