JÄGER Fernglas Test – Das Zeiss 10×56 RF

Zeiss 10×56 RF

Zeiss 10x56 RF ©Hersteller

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Wenn man die Wahl hat, empfiehlt es sich ein Fernglas mit Entfernungsmesser zu kaufen, etwa das von Frank Heil getestete Zeiss 10×56 RF

Das Wissen der genauen Entfernung bringt dem Jäger viele Vorteile. Es erleichtert zum Beispiel die Entscheidung, ob sich ein Schuss verantworten lässt, sei es mit Kugel oder Schrot. Gerade die Schrotschussentfernung wird oft falsch eingeschätzt. Und manchmal ist es wichtig, den Abstand und damit den Zeitaufwand für die Wegstrecke zu einem Berg oder zu einem Fluss zu ermitteln. Besonders für gelegentlich notwendige weite Schüsse, wie auf ein weit draußen im Feld stehendes krankes Stück, erleichtert eine zusätzliche Ballistik-Auswertung das Finden des Haltepunkts bzw. gibt Hinweise für die Absehenschnellverstellung. Zieht das jeweilige Gerät den Neigungswinkel in die Berechnung mit ein, bestehen auch am Berg solide Chancen auf das Treffen an der richtigen Stelle.

Das Zeiss 10×56 RF

Unter den Rangefindern ist der 10×56 RF der leistungsstärkste. Der Lichtriese beeindruckt durch seine Hochleistungs-Optik, die faszinierende Beobachtungen bis zum letzten Büchsenlicht gewährleistet. Weiteres: herausragende Mechanik und Elektronik; komfortable Handhabung; auf Grundlage der gemessenen Entfernung erfolgt die Korrektur des Haltepunkts; gestochen scharfes, kontrastreiches Bild; wasser-, staubdicht; Stickstofffüllung; selbstleuchtendes LED-Display mit automatischer Helligkeitsanpassung; integriertes Ballistik-Informations-System (BIS); schlappe Batterien werden durch Blinken signalisiert.

Technische Daten des Zeiss 10×56 RF

Hersteller Zeiss
Vertreiber Fachhandel
Modell 10×56 RF
Vergrößerung 10x
Objektivdurchmesser 56 mm
Austrittspupille 5,6 mm
Dämmerungszahl 23,7
Sehfeld auf 1.000 m 110 m
Prismensystem Abbé König
Höhe 191 mm
Gewicht 1.150 g
Mess-Reichweite 1.200 m
Mess-Funktionen Entfernung, Korrekturwerte des Haltepunkts

Reviererfahrungen mit dem Zeiss 10×56 RF

Stets wenn neben dem Messen der Entfernung die Dämmerungstauglichkeit eine Rolle spielte, kam dieses lichtstarke Zeiss-Kombi-Gerät zum Einsatz. Es ersetzte ohne erkennbare Minderleistung die vorher üblichen Nacht-Ferngläser 8×56 bzw. 10×56. Auch auf Drückjagden leistete es hervorragende Dienste. Besonders helle, kontrastreiche und scharfe Bilder – auch bei widrigem Licht. Auf der Pirsch im schweren Gelände löste ein leichteres Gerät es oft ab. Trotzdem war es das am vielseitigsten einzusetzende Gerät des Tests.

Unser Fazit


Verarbeitung
8
Leistung Optik
8
Leistung Messung
8
Bedienfreundlichkeit
8
Einsatzmöglichkeiten
9
Preis/Leistung
7