Mehrere Monate ist es mittlerweile her, dass ein Wolf in Hamburg-Altona eine Frau in einem Einkaufszentrum angriff. Das Tier wurde nach hitzigen Diskussionen nach dem Fang wieder ausgewildert und mit einem GPS-Sender ausgestattet. Seitdem gingen die zuständigen Stellen aus Tierschutzgründen vorsichtig mit den Informationen zu dem Tier um. Klar war allerdings: In Hamburg blieb der Wolf nicht, stattdessen zog er weiter in Richtung Süden. Nun ist das Signal des Rüden etwa 150 Kilometer entfernt von der Großstadt erloschen.
Wolf in Hamburg: Umweltbehörde geht von Tod des Tieres aus
Die Umweltbehörde äußerte sich zu dem Verbleiben des Tieres: Der Wolf konnte noch bis Ende Mai geortet werden. Dann brach das Signal plötzlich ab. Der Sender sei laut der Behörde “technisch äußerst verlässlich und erprobt”, einen Defekt halte man daher nach so kurzer Laufzeit für sehr unwahrscheinlich. Daher machten sich die zuständigen Behörden auf die Suche nach dem Rüden. Weder den Sender noch das Tier konnte man allerdings finden. Daher geht man nun davon aus, dass der Wolf gestorben ist und dabei auch der Sender kaputtging.
Raubtier nach Bissattacke ausgewildert: Unauffälliges Verhalten
Mit dem Sender wollte man nach der Auswilderung sichergehen, dass sich der Wolf nicht unbemerkt wieder auf den Weg in die Großstadt macht. Das Tier hat im Voraus für großen Aufruhr gesorgt, der Angriff auf eine Frau in Hamburg-Altona löste heftige Diskussionen um den Umgang mit dem Tier aus. Das Tier habe sich laut Umweltbehörde allerdings in der gesamten Zeit nach der Auswilderung “völlig unauffällig und wolfstypisch verhalten.“ Was den Tod des Raubtiers ausgelöst haben könnte, ist bislang noch unklar. Insgesamt gilt der Straßenverkehr weiterhin als häufigste Todesursache für Wölfe in Deutschland – diese unterliegen allerdings grundsätzlich einer Meldepflicht.






