Südtirol: Wölfe töten Hund und bedrohen Besitzer

In Südtirol endete eine Begegnung von einem Hund und einem Rudel Wölfen tödlich. Als der Besitzer hinzukam, wichen die Wölfe nicht zurück.

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Durch das Trentino sollen rund 20 Wolfsrudel leben. (Symbolbild) Foto: pixabay

Vergangene Woche ereignete sich in Südtirol eine blutige Begegnung zwischen einem Spaziergänger, seinen Hunden und einem Rudel Wölfe. Das siebenköpfige Rudel habe dabei einen Hund tödlich verletzt und den Hundebesitzer für längere Zeit bedroht.

Wölfe in Südtirol

Laut dem Nachrichtenportal „STOL, Nachrichten für Südtirol“ soll der Skilehrer Martino Raineri mit seinen beiden Setter Hunden einen Spaziergang in Folgaria gemacht haben. Der Nachmittagsspaziergang eskalierte jedoch schnell in eine gefährliche Situation, als Raineris Hund Teddy schmerzerfüllt aufjaulte. Als Raineri seinem Setter-Rüden zur Hilfe eilen wollte, war das Tier bereits von sieben Wölfe umkreist worden und lag bereits mit aufgerissen Bauch auf dem Boden – tot.

Wölfe von Menschen nicht beeindruckt

Selbst als der Mann zur Szene hinzukam, waren die Raubtiere nicht beeindruckt. Er habe lediglich versucht seinen zweiten Hund zu schützen und zunächst einen Freund angerufen, um trotz seines Schocks keine Panik auszulösen. Scheinbar sei eine Familie mit Kindern ihm erst noch entgegen gekommen. Als sich die Wölfe immer noch nicht vom Fleck bewegten, hat sich Raineri dann doch dazu entschieden den Notruf zu wählen.
Für eine halbe Stunde hat er in dieser Situation verharrt, bevor Forstbeamte, Helfer des Roten Kreuzes und die Feuerwehr zur Hilfe kamen. Selbst mit den eintreffenden Helfern schienen die Wölfe sich nicht weit von der Stelle zu entfernen.

Erstmaliger Vorfall dieser Art in Südtirol

Durch den Vorfall stand Raineri unter Schock, aber war körperlich unversehrt. Die Politik hat sich bereits zu diesem Vorfall zu Wort gemeldet. So habe Trentinos Landeshauptmann Maurizio Fugatti als auch die Landsrätin Giulia Zanotelli ihre Position klar gemacht: „Im Trentino ist dies das erste Mal, dass es zu einem derartigen Angriff gekommen ist. Auch deshalb ist es entscheidend, den eingeschlagenen Weg bei der Wildbeobachtungsstelle Ispra und dem zuständigen Ministerium zu Ende zu gehen, um die Wölfe in unserem Gebiet besser kontrollieren und sie auch abschießen zu können, um Sicherheit zu garantieren.“