Puma-Alarm am Flughafen München: Kann das sein?

Puma-Alarm am Flughafen München: Raubkatze im Notzinger Moos gesichtet. Droht eine Verwechslung wie bei Berlins Löwin oder Sachsen-Anhalts Puma?

Puma close up portrait with beautiful eyes isolated on black background

Nach 2025 gibt es wieder einen Meldung über die Sichtung eines Pumas. © Adobe Stock/kwadrat70

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hat ein Zeuge im Notzinger Moos bei Oberding eine große Katze gemeldet. Der Ort liegt nur wenige Kilometer vom Flughafen München entfernt. Das Landratsamt Erding bestätigte den Hinweis. Ein Foto liegt vor, wurde aber bisher nicht veröffentlicht. Die Behörde spricht von einer ersten fachlichen Einschätzung, wonach es sich um einen Puma handeln könnte. Ein Zirkus als Herkunftsort kommt in der Region nicht infrage. Doch man ist vorsichtig.Eltern sollen Kinder im Freien nicht unbeaufsichtigt lassen, Hundehalter ihre Tiere anleinen. Sichtungen sollen der Polizei Erding gemeldet werden.

Die Löwin von Berlin, die ein Wildschwein war

Solche Meldungen enden oft anders als vermutet. 2023 suchten in Kleinmachnow bei Berlin über 220 Beamte mehr als 30 Stunden nach einer angeblichen Löwin. Die Kosten gingen in die Hunderttausende. Am Ende lieferten Fährtenleser der Firma Cybertracker die Auflösung. Die gesamte Erscheinung passte nicht zu einer Großkatze. Es war eins der zahlreichen Berliner Wildschweine.

Der Puma von Sachsen-Anhalt, der eine Hauskatze war

2025 sorgte ein Video vom Geiseltalsee in Sachsen-Anhalt für eine bundesweite Warnung. Mitarbeiter einer Kommune hatten vermeintlich einen Puma gefilmt. Der Bürgermeister ließ die Szene nachstellen. Ein Mitarbeiter stand an der gleichen Stelle, dann lief eine Hauskatze vorbei. Die Proportionen passten erstaunlich gut. Die Suche wurde eingestellt.

Puma-Meldung: Kann das sein?

Ob in der Nähe des Flughafen München tatsächlich ein Puma seine Fährte zieht, bleibt abzuwarten. Bis zur fachlichen Bestätigung gilt daher, wachsam zu bleiben, aber nicht in Panik zu verfallen.

Nachdem Löwe und Puma in den vergangenen Jahren bereits für medial stark beachteten Fehlalarm gesorgt hatten, gilt es abzuwarten. In einem dichten Siedlungsraum wie der bayerischen Großstadt dürfte auch eine schleichende Großkatze sich nicht lange verbergen. Auch das plötzliche Auftauchen ist seltsam, da eine Haltung einer solchen Raubkatze durch einen Privatperson Behörden bekannt sein müsste oder doch zumindest als Neuigkeit beim Tratsch beim Bäcker die Runde gemacht hätte. Allein die tierärztliche Versorgung und die Fütterung mit großen Mengen Fleisch dürfte nicht so einfach vor der Öffentlichkeit zu verbergen sein. Da sich die Begegnung des Bürgers mit dem Puma nachts zugetragen haben soll, kommt schlechte Sicht als Faktor hinzu.

Ob es sich nun wirklich um einen Puma handelt oder am Ende vielleicht ein Reh in grauer Winterdecke falsch identifiziert wurde, werden die kommenden Tage und Wochen zeigen.