Nashorn Mafia schlägt erneut zu

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„Wir haben noch nichts Neues“, sagte Polizeisprecher Thomas Reuter. Bereits am vergangenen Samstag waren die zwei Hörner von einem ausgestopften Rhino-Haupt abgebrochen- und aus dem Gebäude entwendet worden. 

Parallelen zu Bamberg und Hamburg
„Wir sehen da durchaus Verbindungen. Das sind überregional operierende Täter, die die Hörner einem bestimmten Kundenkreis teuer verkaufen wollen“, sagte der Polizeisprecher weiter. Erst vor Wochen war im JÄGER von einem Schlag der Wasserschutzpolizei gegen zwei Engländer in Hamburg zu lesen gewesen. Die Polizei aus Gifhorn hat aus diesem Grund nunmehr Kontakt zu LKA und BKA aufgenommen. Dabei müsste sich schnell klären lassen, ob es sich bei den Tätern, die bei ihrem dreisten Vorgehen von der Museums-Kamera gefilmt worden waren, um die zwei Männer handelt, die sich auch in Hamburg im Visier der Ermittler befinden. Problematisch scheint allerdings, dass die Mitarbeiterin des Museums so unter Schock stand, dass sie kaum Angaben zu den Tätern zu machen imstande war. 
Oerrel beherbergt seltene Schätze 
Das Jagdmuseum in Oerrel stellt eigenen Angaben zu Folge eine der größten Trophäensammlungen Europas und Großwildtrophäen aus Afrika, Nordamerika und Alaska aus. Auch eine Abteilung „Jagd früher und heute“ mit einer Jagdwaffen-Ausstellung ist dort zu bestaunen. Die Hörner von Nashörnern sind in Asien in Pulverform als Medizin und als Potenzmittel begehrt. Den Wert des Diebesgutes aus dem Jagdmuseum beziffert Museumsleiter Albert Meyer auf rund 25.000 Euro. (ar)