Expertenteam der EU lobt ASP-Bekämpfungsmaßnahmen

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Die bisherige konsequente ASP Seuchenbekämpfung in Deutschland ist vom EUVET-Team, dem europäischen Veterinär-Notfallteam, gelobt worden. Foto: Bernhard Brenner / Pixabay

Aus Anlass der Ausbrüche von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Mecklenburg-Vorpommern im November tagte der Zentrale Krisenstab Tierseuchen. Zum ersten Mal hat die neue Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Silvia Bender, den Krisenstab geleitet. Ebenso nahmen die für die Tierseuchenbekämpfung zuständigen Amtschefs der Länder sowie das Friedrich-Loeffler-Institut teil.

In der Videokonferenz berichteten die StaatssekretärInnen der drei von der ASP betroffenen Länder zum aktuellen Stand der Infektionslage. Des Weiteren stellten sie die momentanen Schutzvorkehrungen vor. Silvia Bender dankte den drei Bundesländern für ihr Engagement bei der Tierseuchenbekämpfung. Die Vertreter von Bund und Ländern waren sich einig, dass die Tierseuche nur dann erfolgreich bekämpft werden kann, wenn alle Verantwortlichen im engen Schulterschluss handeln.

Die bisherige konsequente Seuchenbekämpfung in Deutschland ist vom EUVET-Team, dem europäischen Veterinär-Notfallteam, gelobt worden. Das Team konnte sich auf Einladung Deutschlands ein Bild von der Seuchenlage und den Bekämpfungsmaßnahmen vor Ort machen. Die Arbeit der EUVET-Beratergruppe ist ein hilfreicher Baustein zur Unterstützung der Behörden vor Ort und wird von BMEL und Friedrich-Loeffler-Institut organisatorisch und fachlich unterstützt.

Silvia Bender betonte nach der Sitzung: „Die ASP betrifft ganz Deutschland. Deshalb ist es wichtig, dass wir bei der Bekämpfung der Tierseuche im engen Schulterschluss vorgehen. Wir müssen uns aber klarmachen: Die ASP wird nicht über Nacht verschwinden. Aber die drei betroffenen Bundesländer haben gezeigt, wie gutes Seuchenmanagement wirkt. Unser Ziel ist es, die Verbreitung zu stoppen und die ASP zu tilgen. Ein zentraler Faktor ist dabei, die Wildschweinbestände stark zu reduzieren. Gemeinsam mit den Ländern werden wir dazu eine Strategie erarbeiten. Außerdem soll das laufende ASP-Monitoring bei Haus- und Wildschweinen fortgeführt und risikoorientiert verstärkt werden. Mit der europäischen Kommission sind wir in intensiven Gesprächen darüber, wie wir die schweinehaltenden Betriebe besser finanziell unterstützen können – zum Beispiel, wenn sie zeitweise aus der Produktion aussteigen wollen.“

 

Quelle: Land Brandenburg