Jagd auf den Wolf – bald möglich…
Endlich ist es soweit, der Deutsche Bundestag hat gestern für die Aufnahme des Wolfes ins Bundesjagdgesetz gestimmt.
Damit ist die Basis für die Jagd auf den Wolf geschaffen. Auch Problemwölfe können nun unproblematisch und vor allem unbürokratisch entnommen werden.
Allerdings setzt dies auch voraus, dass die Landesregierung zur Tat schreitet und eine Jagd auf den Wolf zeitnah ermöglicht.
Und hier nimmt die Landesjägerschaft die niedersächsische Landesregierung ganz deutlich in die Pflicht!
„In Niedersachsen sind die Voraussetzungen für das geplante Zwei-Säulen-Modell aus Rissmanagement und Bestandsmanagement längst gegeben.
Mit unserem Wolfsmonitoring, das wir seit Ende 2011 durchführen, gibt es das richtige Instrument sowohl für konsequentes und schnelles Handeln bei wiederholten Rissereignissen als auch die Grundlage für ein reguläres Bestandsmanagement“,
so Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V.
Bejagung nur mit Datenbasis
Wie leistungsstark und parteiübergreifend akzeptiert das Wolfsmonitoring der Landesjägerschaft Niedersachsen ist,
habe sich insbesondere bei der Bewertung des günstigen Erhaltungszustands des Wolfes für die atlantische biogeographische Region durch die Bundesregierung gezeigt.
Diese Region bildet zu großen Teilen die Landesfläche Niedersachsens ab sowie Bremen, den Westen von Schleswig-Holstein und den Nordwesten von Nordrhein- Westfalen.
Was nun ausschlaggebend für eine mögliche Jagd auf den Wolf ist, ist das Abstimmungsverhalten der Niedersächsischen Landesregierung am 27. März in der abschließenden Bundesratssitzung.
Fraglich ist zudem, wie rasch die Ausarbeitung eines regionalen Managementplans für Niedersachsen erfolgt. 64 Wolfsterritorien machen Niedersachsen zum Bundesland mit dem meisten Wölfen.
Das passt nicht damit zusammen, dass die Weidetierhaltung hier eine wirklich herausragende Bedeutung in der Landwirtschaft hat. In den letzten Jahren hatte Niedersachsen mit die meisten Nutztierrisse zu beklagen.
Helmut Dammann-Tamke findet deutliche Worte: „Auf Basis der heutigen Debatte im Niedersächsischen Landtag und den Aussagen von Umweltminister Christian Meyer geht die Landesjägerschaft davon aus,
dass das Land Niedersachsen nicht hinter die Regelungen des Bundesjagdgesetzes zurückfallen wird, in der nächsten Bundesratssitzung dem Gesetzentwurf zur Änderung des Bundesjagdgesetzes zustimmen und dann bis zum 1. Juli einen mutigen Managementplan aufstellen wird“.




