Verdächtige Spuren deuteten auf einen Bären im Allgäu hin. Nun hat das Landesamt erklärt: Der Fund stammt von einem anderen Tier, ein Bär ist nicht in Bayern unterwegs.
Dachs statt Bär: Allgäu weiterhin frei von Braunbären
Das Landesamt erklärte, dass die Ausscheidungen des Europäischen Dachses in Einzelfällen denen von Bären ähneln könnten. Ursache seien unter anderem Überschneidungen im Nahrungsspektrum der beiden Tierarten Dachs und Bär.
Nach dem Fund der Kotspuren hatte die Behörde vorsorglich zu erhöhter Aufmerksamkeit aufgerufen. Landwirten wurde empfohlen, Nutztiere nachts in den Stall zu bringen und vorhandene Herdenschutzmaßnahmen zu überprüfen. Auch Wanderer und Anwohner sollten bei einer möglichen Begegnung mit einem Bären ruhig bleiben, Abstand halten und sich langsam zurückziehen.
Bären im Allgäu: Selten, aber nicht unmöglich
Die letzte bestätigte Bären-Sichtung im Allgäu liegt nach Angaben des Landesamtes im Mai 2023, im Hintersteiner Tal soll der Bär damals unterwegs gewesen sein. Im benachbarten österreichischen Vorarlberg wurden allerdings erst vor wenigen Wochen ein oder mehrere Bären von Wildkameras aufgenommen. Die Fundorte liegen weniger als 50 Kilometer von Oberstdorf entfernt. Nach Angaben der Behörde stehen die bayerischen und österreichischen Stellen wegen möglicher Wanderbewegungen der Tiere in engem Austausch.
Bären, die im Alpenraum auftauchen, stammen häufig aus dem Trentino in Norditalien. Von dort wandert hin und wieder ein Bär über Österreich in Richtung der deutschen Grenze. Seit etwa 2014 kam es in der Region wiederholt zu Zwischenfällen mit Menschen. Im Frühjahr 2023 hat eines der Raubtiere einen Jogger bei einem Angriff tödlich verletzt. Seither wird in Teilen des Trentino verstärkt vor Bären gewarnt.









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