Löwen im Dortmunder Zoo: Besucher füttert Raubtiere mit Gulasch

Im Dortmunder Zoo sorgte ein Gast mit einer skurrilen Aktion für einen Polizeieinsatz. Um Löwen zu füttern, brachte der Mann Gulasch mit in den Tierpark. Die Aktion war nicht nur für den Mann gefährlich – auch für den Löwen könnte die Fütterung gesundheitliche Konsequenzen haben.

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Im Dortmunder Zoo wurde ein Löwe mit rohem Schweinefleisch gefüttert. Das kann gesundheitliche Konsequenzen haben. © Unsplash/Ingo Stiller

Am vergangenen Dienstag (5. Mai 2026) entdeckte ein Mitarbeiter im Dortmunder Zoo eine skurrile Situation. Ein 29 Jahre alter Stammgast des Tierparks fütterte vor Ort die Löwen mit rohem Schweinefleisch.

Stammbesucher füttert Löwen mit Gulasch: Gefahr für die Raubtiere

Der Zoo alarmierte die Polizei. Dieser erklärte der 29-jährige Dortmunder, dass er wegen der lauten Geräusche der Löwen davon ausging, dass diese Hunger haben. Dementsprechend habe er eine mitgebrachte Packung Schweinegulasch aus seinem Rucksack geholt. Das rohe Fleisch warf der Mann daraufhin zur Fütterung in das Raubtiergehege.

Zoo-Mitarbeiter, Polizei und Tierärztin beenden unverhoffte Fütterung

Die Mitarbeiter des Zoos konnten die unverhoffte Löwen-Fütterung schnell beenden, allerdings hatte eines des Raubtiere bereits von dem Fleisch gegessen. Das könnte Konsequenzen für die Raubkatze haben, Löwen vertragen nämlich kein rohes Schweinefleisch. Eine Tierärztin hat die Fleischreste sicherheitsbedingt aus dem Gehege entfernt und eingefroren.

Behandlungskosten und Hausverbot: Konsequenzen für Löwen-Fütterung

Nach derzeitigem Stand geht es dem Löwen, der das Fleisch gegessen hat, gut. Sollte das Tier allerdings doch noch krank werden, könnte der Dortmunder Zoo die Behandlungskosten von dem 29-Jährigen einfordern. Damit enden allerdings nicht die Konsequenzen für den Mann. Er erhielt Hausverbot für den Zoo. Für den Stammgast dürfte das einen herben Verlust darstellen. Dennoch zeigte er sich wenig einsichtig, als er von dem Persona des Tierparks erwischt wurde. Er weigerte sich, seine Personalien herauszugeben, weshalb die Polizei erst verständigt werden musste.

Derweil bittet der Zoo ausdrücklich darum, die Tiere nicht zu füttern. Diese erhalten eine artgemäße und ausreichende Ernährung, Zufütterungen von Besuchern des Tierparks sind nicht nur unnötig, sondern gesundheitlich belastend für die Tiere.