Ein Jäger verwechselte einen Hund in St. Marein im Mürztal (Österreich) mit einem Fuchs. Als er die fatale Verwechslung nach dem Abschuss bemerkte, kontaktierte der Weidmann selbst die Polizei.
Jäger erschießt Hund statt Fuchs: Folgenschwere Verwechslung im Mürztal
Ein 48-jähriger Jäger hat in St. Marein im Mürztal am vergangenen Dienstagabend (13. Januar 2025) einen Hund mit einem Fuchs verwechselt. Ein fataler Trugschluss: Denn er bemerkte seinen Fehler erst, nachdem er schon den tödlichen Schuss absetzte.
Jäger ruft Polizei: Hund läuft bei geplanter Fuchsjagd ins Jagdgebiet
Der Jäger erklärte, er habe in der Dunkelheit der Abendstunden in etwa 20 bis 30 Metern Entfernung ein Tier gesichtet, das er klar für einen Fuchs hielt. Tatsächlich handelte es sich um einen vier Jahre alten Husky-Australian-Shepherd-Mix. Laut Polizei hatte dieser kurze Zeit vorher einen naheliegenden Hof nach einem Spaziergang verlassen.
Ursprünglich war der Jäger laut österreichischen Medien auf einem Hochsitz nahe St. Martin. Auf einer verwilderten und eingeschneiten Wiese wartete er auf Füchse – diese seien in der Region zum Teil mit der Räude angesteckt. Für die Fuchsjagd habe er bereits Köder ausgelegt. Die Nachbarschaft war über die geplante Jagd informiert. Gegen 19.45 Uhr entdeckte er laut Berichterstattung dann ein Tier, welches er eindeutig für einen Fuchs hielt. Schnell gab er einen tödlichen Schuss ab.
Nach Verwechslung: Kritik und Verständnis im Netz
Bei näherer Betrachtung wurde dem Jäger dann klar: Er hat versehentlich einen Hund erlegt. Sofort informierte er selbst die Polizei, die den Vorfall der Staatsanwaltschaft sowie der Bezirkshauptmannschaft in Form einer Sachverhaltsdarstellung anzeigt.
Die Meinungen zu dem Vorfall sind gespalten. In Kommentarsektionen zu Beiträgen, die den Vorfall behandeln, wird der Jäger zwar für den Abschuss eines falsch angesprochenen Tieres kritisiert. Gleichzeitig loben die User ihn für das direkte Melden des Vorfalls. Und auch Hundebesitzer, die ihre Vierbeiner frei in Jagdgebieten laufen lassen, stehen in der Kritik.






