Bei Bad Berleburg in Nordrhein-Westfalen wurde ein mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infizierter Frischling gefunden. Nun weiten Behörden die bereits vorhandene Sperrzone II aus. Die Region will zusätzlich vorhandene Zäune ausbauen sowie neue Zäune errichtet. Auch Hessen reagiert. Beide Bundesländer plädieren auf verstärkte Schwarzwild-Bejagung, um die Tierseuche zu bekämpfen.
ASP-Fund im Kreis Siegen-Wittgenstein: Neben NRW auch Hessen betroffen
Im Kreis Siegen-Wittgenstein bei Bad Berleburg (NRW) kam es zu einem Fund von einem mit der ASP infizierten Frischling. Nun reagieren sowohl NRW als auch Hessen. Demnach erweitern die Länder die vorhandenen Zäune nahe der Landesgrenze sowie zum Hochsauerlandkreis. Auch die Sperrzone II soll in Zukunft erweitert sein. Das erklärte das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen in einer Pressemitteilung.
Den ASP-Fall bestätigte das FLI am 11. Februar 2026. Seitdem suchen Einsatzkräfte mit Drohnen und Hunden die Sperrzone I intensiv ab. Der gefundene Frischling war nach pathologischer Einschätzung erst seit wenigen Tagen infiziert. Bislang haben die Einsatzkräfte keine weiteren infizierten Kadaver gefunden. Ein in der Nähe entnommener Keiler wurde derweil negativ auf die ASP getestet.
ASP-Sperrzone erstreckt sich über mehrere Bundesländer
Nach Angaben des hessischen Landwirtschaftsministeriums kommt es nach dem ASP-Fund in Bad Berleburg auch in Hessen zu neuen Maßnahmen. Die Sperrzone erstreckt sich demnach auch bis ins benachbarte Bundesland von NRW. Die genauen Grenzen legen die Länder in Abstimmung mit dem Bund sowie der EU fest. Nach jetzigem Stand seien in jedem Fall Teile des Landkreises Waldeck-Frankenberg in die Sperrzone I einbezogen. Auch der Landkreis Marburg-Biedenkopf könnte betroffen sein. Unklar ist bislang, ob sich auch die Sperrzone II bis nach Hessen erstreckt.
Gemeinsamer Kampf gegen die Tierseuche: Ministerin zeigt sich optimistisch
Ministerin Silke Gorißen äußerte sich in der Pressemitteilung zum weiteren Verlauf. Sie zeigte sich optimistisch: „Wir setzen den Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest gemeinsam mit den Kreisen und in enger Abstimmung mit unserem Nachbarn Hessen fort. Nordrhein-Westfalen verfügt über genug technisches Material, um die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Wildschweine in der betroffenen Zone weiter zu stärken. Wir suchen hier auch den engen Schulterschluss mit unseren Nachbarn in Hessen, auch bei der Planung der tierseuchenrechtlich erforderlichen Zaunbaumaßnahmen.“






