Münsterländer? Jagdhund mit besonderer Geschichte

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Ist der Münsterländer der richtige Partner fürs Revier? JÄGER hat die wichtigsten Informationen über die Hunderasse zusammengefasst. © Pixabay/Redkite

Liebenswert und anhänglich, der Münsterländer fügt sich meist nahtlos in das Familienleben ein. Hinter den hübschen Tieren, die eigentlich den Namen „Großer Münsterländer Vorstehhund“ tragen, verbergen sich allerdings mutige und tüchtige Jagdhunde. Was sollte man beachten, bevor man sich für die Rasse als Partner im Review und Familienmitglied entscheidet?

Wo kommt die Rasse her?

Der Große Münsterländer kommt, wie es der Name schon vermuten lässt, aus dem deutschen Münsterland. Als Ende des 19. Jahrhunderts das Interesse an Jagdhunden und ihrer Aufteilung in einzelne Rassen größer wurde, wurden schwarz-weiße „Deutsch-Langhaar“ Welpen nicht mehr als solche angesehen. Im Münsterland wurden diese Tiere, die plötzlich keinen Rassestandards gerecht wurden, unter Jägern und Landwirten weitergegeben und auch weiterhin genutzt. Diese kreuzten dann Setter und Spaniel mit ein. Bereits 1919 wurde der Große Münsterländer schlussendlich als eigene Jagdhunderasse anerkannt.

Wie sieht ein Münsterländer aus?

Der Münsterländer ist, ähnlich wie der Weimaraner, ein auffällig eleganter Hund. Die Tiere haben eine gute Haltung und wirken mit einer Körpergröße von 60 bis 65 Zentimetern bei Männchen und 58 bis 63 Zentimetern bei Weibchen als optisch anmutig. Auch bei einem Gewicht von 25 bis 29 Kilogramm ist klar: Große Münsterländer sind tatsächlich groß. Die Fellfarbe der Rasse ist typischerweise schwarz oder blau gestichelt mit Weiß. Wichtig zu wissen: Das Fell ist lang und dicht, auch die Beine und die Rute sind befedert und können zu Verfilzungen neigen. Die Fellfplege muss nicht exzessiv ausfallen – wichtig ist dennoch, regelmäßig zu bürsten und damit das Fell immer mal wieder zu entwirren.

Warum eignet sich der große Münsterländer als Jagdhund?

Der Große Münsterländer ist ein Vorstehhund und vielseitig einsetzbar. Besonders Schweißarbeit bzw. Nachsuchenarbeit liegt der Rasse. Gleichzeitig lässt er sich sowohl im Feld und Wald als auch im Wasser einsetzen, wodurch er auch er bei der Jagd auf Hoch- als auch Niederwild zum Einsatz kommen kann.

Münsterländer als Jagdhund: Aufgaben und Herausforderungen

Grundsätzlich gilt der Münsterländer als Hund, der viel Auslastung braucht. Wer dazu bereit ist, hat es dann mit einem meist angenehmen Mitglied der Familie zu tun. Im Review gelten sie als wachsam und lebhaft, zuhause können sie – bei genug Auslauf und Beschäftigung – dennoch ruhig und ausgeglichen sein und sich dadurch auch für Haushalte mit Kindern eignen.

Wenn das Tier vernachlässigt wird, können die gelehrigen Wesen allerdings unangenehm werden. Wer sich für diese Rasse entscheidet, sollte bereit sein, seinen Partner im Review zu beschäftigen und auszulasten.

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