Ein 44 Jahre alter Mann soll im tschechischen Erzgebirge zwei Wölfe erschossen haben. Wie die tschechische Polizei mitteilte, wurde gegen ihn ein Strafverfahren wegen Wilderei und unbefugten Umgangs mit geschützten Tierarten eingeleitet. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu drei Jahre Haft.
Die Ermittler fanden die Überreste eines Wolfsrüden und einer Fähe im Wildgehege Fláje bei Most, rund zehn Kilometer nordöstlich von Seiffen im Erzgebirgskreis. Die Tierkörper sollen im Unterholz versteckt worden sein. Erschossen wurden die Wölfe nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa bereits zwischen Januar und April. Experten bestätigten, dass es sich um Wölfe handelt.
Wie kam die Polizei auf die Spur?
Auf die Spur kam die Polizei dem Verdächtigen nach eigenen Angaben, weil er mit dem illegalen Abschuss vor anderen geprahlt haben soll. Bei einer Hausdurchsuchung beschlagnahmten die Beamten mehrere legale Waffen und Munition. Ein Polizeisprecher machte deutlich, dass er darin keine Heldentat sieht. Der Fall wurde der Polizei laut Nachrichtenagentur ČTK erst mit großer Verzögerung bekannt, die Beamten konnten aber genug Beweise sichern, vor allem durch die gründliche Arbeit am Fundort der Knochen.
Der Wolf gilt in Tschechien als kritisch bedroht und ist streng geschützt, die Zahl der Tiere im Land wird auf 350 bis 400 geschätzt. Auf EU-Ebene wurde sein Schutzstatus in der FFH-Richtlinie im Juni 2025 von „streng geschützt“ auf „geschützt“ herabgestuft.







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