Im südlichen Oberallgäu (Bayern) könnte sich ein Bär aufhalten. Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) wurde über den Fund von Exkrementen informiert, die von einem Bären stammen sollen. Eine genetische Untersuchung der Proben soll nun per Eilauftrag Klarheit schaffen. Darüber hinaus wird die Umgebung rund um den Fund auf weitere Hinweise überprüft.
Bär in Bayern? Landesamt ruft zu Vorsicht auf
Bis zur Klärung des Verdachts rät das LfU zu besonderer Vorsicht in der Region. So sollen Wanderer, Ausflügler und Anwohner aufmerksam bleiben und keine Essensreste in der Natur zurücklassen. Landwirte sind dazu angehalten, ihre Tiere nachts in den Stall zu bringen und die Bestände bestmöglich abzusichern.
Bestätigte Sichtungen von Bären in Deutschland sehr selten
Der bislang letzte bestätigte Bärennachweis in Bayern stammt aus dem Mai 2023. Damals hielt sich der Bär ebenfalls im Landkreis Oberallgäu auf. Fotos konnten das Raubtier bestätigen. Zuvor waren einzelne Raubtiere in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein, Miesbach und Rosenheim nachgewiesen worden.
Bär in Europa: Vermehrt Sichtungen in Italien und Österreich
In den Nachbarländern kommt es noch häufiger zu Sichtungen: Im österreichischen Thiersee, nahe der Grenze zu Bayern, war kürzlich ein Bär unterwegs. Die Gemeinde rief zu erhöhter Vorsicht auf, Hunde sollten stets an der Leine gehalten werden. Zu diesem Zeitpunkt war unklar, ob das Tier, welches vermutlich aus dem italienischen Trentino abgewandert war, nach Deutschland kommen könnte. Explizite Hinweise darauf, ob sich dieses Tier tatsächlich in Deutschland aufhalten könnte, gibt es allerdings keine.









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