Auf dem Südfriedhof in Nürnberg trieb ein Wildschwein über mehrere Wochen sein Unwesen. Bereits Mitte Juni musste die Stadt wegen des Wildtiers auf dem Friedhof warnen. Auch Schließungen waren Folge der Sichtungen, um Besucher vor möglichen Konfrontationen mit dem Schwarzkittel zu schützen. Nun entschied man sich dazu, das Tier zu entnehmen.
Nürnberg: Wildschwein auf Friedhof erlegt
Die Stadt äußerte sich am vergangenen Donnerstag (2. Juli 2026) zu dem Vorfall. Demnach wurde das Wildschwein am selben Tag in den frühen Morgenstunden erlegt. Der Mitteilung zufolge handelte es sich um ein etwa zwei Jahre altes Tier, welches sich in einem Zeitraum von zwei Wochen fast täglich auf dem Friedhof aufhielt. Es kam dabei nicht zu einer akuten Gefahrensituation für Besucher.
Die Stadt entschied sich dennoch für die Entnahme des Wildtiers. Eine Vertreibung oder Vergrämung sowie ein Lebendfang wurden zwar diskutiert, allerdings als „nicht erfolgversprechend oder praktisch nicht umsetzbar“ bewertet. Dadurch blieb den Fachleuten nur noch die Entscheidung für den Abschuss.
Stadt äußert sich zu Entscheidung für die Entnahme
Die Stadt Nürnberg ordnete die Entscheidung zusätzlich ein: „Für die Friedhofsverwaltung steht der Schutz der Menschen auf dem Friedhof an erster Stelle. Wildschweine, die ihre Scheu vor Menschen verloren haben, können gefährlich werden.“ Wenn sich das Wildschwein durch Friedhofsbesucher bedroht oder bedrängt gefühlt hätte, hätte es zu einem Angriff kommen können.
Weil das Tier mehrfach auch tagsüber auf dem Friedhof unterwegs war, und dadurch der Besuch auf Dauer stark eingeschränkt gewesen wäre, hielten die Verantwortlichen in Nürnberg den Abschuss für angebracht. Die Bejagung fand dabei ausschließlich in den späten Abend- sowie den frühen Morgenstunden statt. Der Friedhof war zu diesen Zeiten ohnehin geschlossen, weswegen durch die Bejagung zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung für die Bevölkerung bestand.









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