Lange Ohren, gemütliches Erscheinungsbild: Viele Menschen wissen gar nicht, dass es sich bei dem beliebten Cocker Spaniel um einen traditionsreichen Jagdhund handelt. Was zeichnet den Cocker Spaniel als Jagdhund aus, und was sollte man wissen, bevor man sich für diese Hunderasse entscheidet?
Cocker Spaniel: Herkunft und Geschichte
Der Cocker Spaniel kommt aus dem Vereinigten Königreich. Er erhielt seinen Namen durch seine ursprüngliche Aufgabe auf der Jagd. Er wurde für das Aufstöbern von Waldschnepfen, im Englischen „woodcocks“ genutzt, der daraus resultierende Begriff „Cocking Spaniel“ wurde mit der Zeit zu dem Cocker Spaniel, den wir heute kennen. Seine Vorfahren sind spanische Vogelhunde, seit Ende des 18. Jahrhunderts gilt der Rassenname als geläufig, 1873 ist die erste gezielte Zucht datiert. Damals erfolgte die Gründung des Kennel Clubs, also der Verband britischer Hundezüchtervereine.
Der Begriff Cocker Spaniel meint eigentlich zwei verwandte Hunderassen. Der English Cocker Spaniel, der ursprüngliche, für die Jagd gezüchtete Hund, sowie der im Nachhinein abgegrenzte American Cocker Spaniel, der als reiner Showhund gilt und für den 1940 ein eigener, abgegrenzter Rassestandard festgelegt wurde.
Cocker Spaniel Steckbrief: Hängende Ohren, seidiges Fell
Cocker Spaniel gelten als kompakte Jagdhunde mit einer Höhe von 38-41 Zentimetern (Hündinnen 38-39cm, Rüden 59-41cm). Die muskulöse Rasse wiegt etwa 12,5 bis 16 Kilogramm. Bezüglich der Fellfarbe gibt es einige zugelassene Varianten: Das lange, seidige und eng am Körper liegende Fell kann rot, braun und schwarz sein. Aber auch die Varianten Blau-, Orange und Braunschimmel sowie schwarz-weiß, braun-weiß, orange-weiß und tricolor sind zugelassen – ebenso wie Varianten mit loh und zobel.
Charakteristisch für die Hunderasse sind die langen, hängenden Ohren mit langem Fell. Das ist bei der Rasse auch an den Pfoten, Beinen, am Bauch, der Rute und der Brust länger als am Rest des Körpers.
Eignung als Jagdhund
Das Buschieren gilt als Stärke der Rasse. Durch seine kompakte Größe und den robusten Bau findet sich der Cocker Spaniel auch in unwegsamen Wäldern und dichtem Gestrüpp gut zurecht. Dort stöbert er dann Niederwild auf.
Auch nach dem Schuss zeigt der Cocker Spaniel sich als äußerst zuverlässig. Die Tiere sind kompetente Apportierhunde. Und auch vor Wasser schrecken die Tiere nicht zurück, wodurch das Apportieren von Wasserwild ebenfalls zu seinen Aufgaben gehören kann. Auch der sichere Spurlaut gehört zu den charakteristischen Merkmalen der Rasse als Jagdhund.
Ein Cocker Spaniel zieht ein: Aufgaben und Herausforderungen
Wer sich einen Cocker Spaniel holt, hat neben einem kompetenten Jagdhund auch einen liebevollen Familienhund an seiner Seite. Außerhalb des Reviers gilt er eher als gemütlich, mit einem großen „will to please“. Wenn der Hund genug ausgelastet ist, ist er sowohl freundlich als auch anpassungsfähig. Egal, ob Kinder, Rentner oder aktive Erwachsene und Jäger: Der Spaniel kann eine Vielzahl von Menschen glücklich machen.






