Revierfahrzeug: Gericht kippt Suzuki Jimny Verbot

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Haben die EU-Normen den Jimny entgültig ausgebremst? Oder gibt es eine Lösung für Fans des kleinen Allradlers? © AobeStock/andrbk

Aus den Jagdrevieren war er lange Zeit nicht wegzudenken: der Suzuki Jimny. Der asiatische Kraxler stellte in puncto Geländegängigkeit die große Konkurrenz bei vielen Gelegenheiten in den Schatten. Auch beim Preis wusste der Jimny zu überzeugen und trat würdig in die Fußstapfen des Vorgängermodells Samurai.

Jimny: das Auto für Jäger, Landwirte und Förster

Der Jimny wurde 1998 der Jimny in den Markt eingeführt und wurde schnell populär. Landwirte, Förster und Jäger fanden in dem kleinen Allradler ein günstiges und geländegäniges Auto. Auch wer in den Bergen wohnte und oft mit hohem Schnee zu tun hatte, wusste den Jimny zu schätzen. Im Oktober 2018 sorgte das neue Modell des Jimny für Aufsehen. Das neue Design erinnerte stark an eine Miniaturausgabe der Mercedes G-Klasse. Die ersten Fahrzeuge waren sehr schnell vergriffen und teilweise musste man deutlich über dem Listenpreis bezahlen, um den begehrten Allradler zu bekommen. Lieferschwierigkeiten folgten.

Suzuki Jimny verschwindet vom Markt

Der Verkauf des Suzuki Jimny  wurde im Sommer 2024 durch Suzuki gestoppt. Die Anforderungen der EU an Fahrzeuge und Fahrzeugflotten waren zu hoch. Einerseits riss der Jimny die Abgasnormen, anderseits fehlten dem Modell Sicherheitsausstattung wie Notbremsassistent, Tempowarner und Fußgängerschutzanbauten.

Wie der Jimny durch die Hintertür auf deutsche Straßen kam

Aufgrund der hohen Popularität und einer eingeschworenen Fangemeinde entwickelte sich trotz den Stopps ein Graumarkt. Hier und da tauchten nagelneue Jimnys auf Autoplattformen auf. Natürlich wurde die begehrte Ware von den Anbietenden mit einem ordentlichen Preisaufschlag bedacht. Die PKW werden von freien Händlern aus Indien oder den Arabischen Emiraten eingeführt. In anderen europäischen Ländern wurde der Import geduldet. Suzuki Deutschland ging jedoch ab Mitte 2025 mit Verfügungen und Strafandrohungen gegen die freien Importeure vor.

Landgericht München entscheidet über Jimny

Ein deutscher Händler setzte sich gegen die Verfügung rechtlich zur Wehr. Argumentation des Klägers war, dass die deutsche Konzerntochter einen Sonderweg gehe, der in anderen Ländern nicht so konsequent gegangen werde.

Das Landgericht lehnte das Vorgehen Suzukis ab. Der Autokonzern betont jedoch, dass die Ablehnung nur aufgrund einer verspätet eingereichten Erklärung des Konzernchefs Toshihiro Suzuki erfolgte. Suzuki kann immer noch mit einer Klage zum Erfolg kommen. Fans des kleinen, geländegängigen Jimny können trotz Gegenwind aus Japan also weiter auf einen freien Import hoffen.

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