Saustarke Kaliber

.308 Winchester – Ein beliebtes Kaliber, aus gutem Grund? Saustarke Kaliber für die Jagd Patronen: Es wurde Munition von Hornady verwedendet ©Pauline v. Hardenberg

©Pauline v. Hardenberg

Das ideale Kaliber für die Jagd?

Es stellt sich die Frage, ob es beim Vergleich der in Deutschland meistgeführten Kaliber eines gibt, bei dem ein Treffer eine vergleichsweise hohe Augenblickswirkung bei Sauen verzeichnet und welches Kaliber beim Kauf einer Waffe für die Saujagd empfehlenswert ist.

Folgende hoffentlich saustarke Kaliber wurden ausgewählt: .270 Win., 7×64, .30-06,.308 Win. und 8×57 IS.

Neben diesen Standardkalibern wurden als Kontrollgruppen Daten über die Kaliber .300 Win. Mag., .338 Lapua Magnum, 9,3×62 und .375 H&H Magnum gewonnen.

Joule und Kaliber

Für ein besseres Verständnis der Leistung der ausgewählten Büchsenpatronen möchten wir an dieser Stelle die Einheit Joule erläutern. Ein Joule ist die Kraft, die benötigt wird, um einen Körper mit der Masse von 0,102 Kilogramm (etwa eine Tafel Schokolade) um einen Meter anzuheben.

Die .308 Win. erzeugt mit dem 10,7 g Doppelkerngeschoss von RWS eine E0 von 3.424 Joule. Das entspricht der Kraft, die notwendig ist, um 349,25 Kilogramm oder 14 Säcke Zement à 25 Kilogramm einen Meter anzuheben.

Diese Kraft wirkt dabei auf einen Querschnitt von 7,82 Millimeter.

Erste Erkenntnisse der vermeintlich saustarken Kaliber 

Schussergebnisse Saustarke Kaliber für die Jagd Treffersitz Fluchtdistanz

©Sauenmagazin

Die durchschnittliche Schussdistanz bei 182 von mehreren Schützen erlegten Sauen betrug 60 Meter, das durchschnittliche Wildbretgewicht lag bei 45 Kilogramm.

Der Vergleich der .270 Win., .308 Win., .30-06, .300 Win. Mag., 7×64 und 8×57 IS brachte in Bezug auf die Augenblickswirkung keinen Favoriten hervor. Die Kaliber wiesen bei Schüssen auf Haupt, Träger, Blatt und Kammer ähnliche Ergebnisse bezüglich der Fluchtdistanz auf.

Bei Schüssen auf Haupt und Träger lagen die Sauen im Knall. Saß die Kugel auf dem Blatt, flüchteten die Sauen bei einem Treffer mit dem 10,7 g Doppelkerngeschoss aus der .308 Win. im Durchschnitt 25 Meter. Bei Kammertreffern mit der .308 Win. flüchteten sie im Mittel 28 Meter. Sofern mit der .270 Win. (Hornady 8,4 g Interlock) die Kammer getroffen wurde, gingen die Sauen 48 Meter.

 

Im Vergleich bei Kammertreffern war das die höchste Fluchtdistanz für unsere saustarke Kaliber. Die Unterschiede in der Augenblickswirkung wurden bei weichen Treffern deutlich. Die Fluchtdistanz bei Treffern mit der .308 Win. war etwa doppelt so lang (135 m) wie die Fluchtdistanz nach Treffern mit der .30-06 (67 m) oder der 8×57 IS (70 m).

Eine noch schlechtere Wirkung bei weichen Treffern gab es bei der .270 Win. Hier lag die Fluchtstrecke im Durchschnitt bei 213 Meter.

7x64 - ein rasantes Geschoss Schussergebnisse Saustarke Kaliber für die Jagd Treffersitz Fluchtdistanz

7×64 – Ein rasantes Geschoss – gut für die Drückjagd @hersteller