.22 Creedmoor – neue Hochleistungspatrone für Raubwildjäger

Viel Leistung, eine gestreckte Flugbahn und eine ausgezeichnete Flugbahnstabilität machen die .22 Creedmoor zur perfekten Raubwildpatrone.

Bildschirmfoto 2026-02-04 um 16.33.19-2

© Kim Trautmann

Was kann die .22 Creedmoor? Moderne, effiziente Geschosse und die dazu passenden Kaliber erfahren derzeit einen Boom.
So haben die PRC- und Creedmoor-Familie etliche Lücken im Bereich der klassischen Kaliber geschlossen. Hier setzt die .22 Creedmoor an. Denn in einer eingezogenen .6,5 Creedmoor-Hülse sitzt ein hocheffizientes, modernes Geschoss mit einem
Durchmesser von .224 in (5.7 mm).

.22 Creedmoor – was leistet das Kaliber?

Ein entscheidender Vorteil, den die moderne Geschossgeometrie mit sich bringt, ist die hohe Flugbahnstabilität. Im Vergleich zu vielen anderen 22er-Kalibern ist die .22 Creedmoor deutlich weniger windanfällig.
Das Kaliber verfügt über eine sehr gestreckte Flugbahn, in den meisten Laborierungen sehr hohe Geschossgeschwindigkeiten über 1000 m/s  und auch auf 200 m in vielen Laborierungen noch über 1.500 Joule.

Ist das Kaliber .22 Creedmoor rehwildtauglich?

Das Kaliber erfüllt bei allen neuen Laborierungen aus dem Hause Hornady die Anforderungen an ein Rehwildkaliber in Deutschland. Minimum 5,6 mm Geschossdurchmesser und eine Mindestenergie von 1.500 Joule erreichen sowohl ELDX als auch CX
in der Precision Hunter und der Superformance Laborierung ohne Weiteres. Und auch auf 200 m werden die 1.500 Joule erreicht.
Wie es um die Wildbretentwertung im Praxiseinsatz steht, lässt sich erst beurteilen, wenn das Kaliber auch seine CIP-Zulassung erhalten hat und in Deutschland eingesetzt werden kann. In etwa einem Jahr wird die Zulassung auch für den deutschen Markt erwartet.

.22-250 Rem. vs. .22 Creedmoor

Der ein oder andere mag sich jetzt sicher Fragen, ob er lieber zur Creedmoor oder zur 22-50 greifen sollte. Abschließend lässt sich die Frage natürlich erst beantworten, wenn die Creedmoor auch hierzulande jagdlicht eingesetzt werden kann. Allerdings bringt
sie eine bessere Flugbahnstabilität mit als die .22-250 Rem. Es lohnt sich also definitiv, sich den Neuzugang der Creedmoor-Familie einmal genauer anzuschauen.
Gerade, wenn es um den Einsatz bei der Raubwildjagd im Niederwildrevier und etwas weitere Schussentfernungen geht, bringt die .22 Creedmoor gute Voraussetzungen mit.

Alle Informationen zum Kaliber sowie zu den ersten Waffen, sobald sie hierzulande verfügbar sind, finden Sie unter Helmut Hofmann und Hornady.